MANTHEY RACING. Ready for your Porsche!
16.06.2009

Manthey setzt Siegesserie fort

Zwei Klassensiege, zwanzigster Gesamtsieg für Klasen, Tabellenführung für Tiemann

Meuspath – Nach dem historischen 24h-Gesamtsieg gegen die Audi-Werksarmada geht die Siegesserie für das Team aus Meuspath in der VLN weiter: Mit dem dritten Gesamtsieg im vierten Rennen der Saison setzten Marcel Tiemann und Arno Klasen das i-Tüpfelchen auf ein insgesamt erfolgreiches Rennwochenende für Manthey-Racing!

Die Gegner hatten bei der 40. Adenauer Rundstrecken-Trophy deutlich die Zähne gezeigt, am Ende stand jedoch erneut der Manthey-RSR ganz oben auf dem Podium. Der dieses Mal nur mit zwei Piloten besetzte gelb-grüne Porsche glänzte nicht nur mit Speed, sondern vor allem mit Standfestigkeit. In der Addition beider Rennabschnitte fuhren Tiemann und Klasen somit zum verdienten dritten Saisonsieg für Manthey-Racing. „Das Geheimnis unseres Erfolges?“, so Tiemann nach dem Rennen. „Eine gute Taktik, sehr kurze Standzeiten bei den Boxenstopps und eine geringe Fehlerquote beim Fahrzeug, dem Team und schließlich Arno und mir.“ Neben dem guten Gefühl gleich bei seinem ersten 09er Einsatz auf dem Manthey-RSR ganz oben auf dem Treppchen zu stehen, war der Sieg für Klasen noch aus einem ganz anderen Grunde besonders süß: Für ihn war es der 20. Gesamtsieg in der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring insgesamt! „Ich freue mich über den 20. Sieg genauso, wie über den allerersten“, stellte Klasen dann auch überglücklich fest.

Von Platz 5 aus ins Rennen gestartet, machte Tiemann schon in der ersten Runde mächtig Druck und beendete die zweite Runde als Führender. Im dritten Umlauf lag er schon knapp 15 Sekunden vor dem Zweitplazierten und baute den Vorsprung kontinuierlich aus. Co Klasen drehte gerade einmal drei Runden am Volant, als aufgrund eines Unfalls das Rennen nach einer reinen Rennzeit von 1:44 Stunden unterbrochen wurde. Der Neustart erfolgte dann um 16:06 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt lag der Manthey-RSR mit geringem Abstand hinter dem führenden Ford GT auf dem zweiten Rang. Die Entscheidung zugunsten von Manthey-Racing fiel kurz vor Ende des Rennens, als Schußfahrer Tiemann den Abstand zum nun von Tilke gesteuerten Raeder-Ford pulverisierte und den SP7- sowie Gesamtsieg für die 24h-Siegertruppe dingfest machte.

Mit dem Erfolg baute Wahlmonegasse Tiemann auch seine Führung an der Tabellenspitze der Langstreckenmeisterschaft aus!

Neben dem Sieg in der SP7 errang Manthey-Racing auch die Krone in der Klasse SP9: Das GT3-Fahrzeug pilotierten Armin Hahne und Jochen Krumbach. Das ringerfahrene Duo setzte den Krimskoye-Porsche auf Gesamtplatz vier. Damit verpaßten beide nur um zehn Sekunden einen Podiumsplatz, waren aber dennoch mit dem Rennnachmittag zufrieden. „Nach dem Einsatz beim 24h-Rennen ist unser Cup S nun wieder mit Yokohama-Bereifung unterwegs. Das Potential ist noch nicht ausgeschöpft, aber wir sind auf einem guten Weg.“, resümierte Hahne nach dem Rennen mit Blick auf das schwarze Gold.

Mächtig zu tun hatte Porsche-Junior Marco Holzer auf dem weißen Manthey-Cupauto. Nachdem Stamm-Co Martin Ragginger aufgrund eines Unfalls im Training nicht ins Volant greifen konnte, mußte der junge Bobinger die Hauptlast des Rennens tragen und löste diese Aufgabe obwohl total erschöpft mit Bravour. Zusammen mit dem Australier Rodney Forbes, der nach Einsätzen vor dem 24h-Event nun wieder ins Manthey-Team zurückkehrte, lieferte das Duo eine saubere Leistung ab und plazierte den Porsche mit der Startnummer 676 auf einem respektablen neunten Gesamtrang sowie Platz zwei in der Cup 3.

Nur auf Rang 31 beendete dieses Mal der „englische“ Cup-Porsche im Team Manthey das Rennen. Gary Williams, Tim Raven und Julian Perry waren beim vierten Lauf ohne den schnellen Daniel Cooke unterwegs. Mit einer 9:12 als schnellster Rennrunde mißlang dem Freundeskreis von der Insel dieses Mal der gewohnte Sprung in die Top 20. „I had a great stint and a lot of fun!“ ließ Perry gleich nach seinem Startturn seine Mitstreiter wissen.

Die Startflagge sah der Wochenspiegel-Porsche an diesem Wochenende nicht. Ein folgenschwerer Unfall gegen Ende des Trainings bedeutete das vorzeitige Aus für den Porsche-Renner mit der Startnummer 116. Martin Ragginger, der neben dem Cup-Porsche Georg Weiss und Michael Jacobs unterstützte, wurde auf einer schnellen letzten Runde mit einem Startplatz unter den Top 10 im Blick von einem bereits überholten Fahrzeug im Heckbereich touchiert und verunglückte in der Folge schwer im Streckenabschnitt Flugplatz. Mit Schmerzen im Halsbereich wurde der junge Österreicher zum Check ins Adenauer Krankenhaus verbracht. „Ich weiß gar nicht mehr, was ich zu unserem Dauerpech sagen soll“, sagte kopfschüttelnd ein niedergeschlagener Georg Weiss. „Da wird der beim 24h-Rennen beschädigte Wagen einen Tag zuvor erst wieder fertiggestellt, und nun müssen wir uns im schlimmsten Falle schon wieder auf einen Neuaufbau einrichten.“

„Der Ford GT, der Audi R8 und die Porsche von Mühlner und Mamerow waren die erwartet schnellen und daher schweren Gegner für unsere beiden Spitzenfahrzeuge“, hielt Olaf Manthey nach dem Rennen fest. „Und ich erwarte für die noch ausstehenden Läufe, daß dieses auch so bleibt. Es wird für uns deutlich schwerer ganz oben auf dem Podium abzuschließen.“

Die Teams Langstreckenmeisterschaft Nürburgring haben nicht viel Zeit, zu Verschnaufen. Bereits in zwei Wochen steht mit dem 49. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen der fünfte Lauf des Jahres auf dem Programm.

Für alle VLN-Fans ergänzend die aktuellen TV-Tipps des Veranstalters:

  • 23-06-09 / 16:10 Uhr / „n-tv Speed“
  • 24-06-09 / 00:40 Uhr / „n-tv Speed“
  • 20-06-09 / 18:45 Uhr / „Die grüne Hölle 2“
  • 23-06-09 / 08:00 Uhr / „Die grüne Hölle 2“