MANTHEY RACING. Ready for your Porsche!
20.07.2009

Manthey-Racing schafft 6h-Hattrick

Elfter 6h-Erfolg für Porsche beim Wetterbedingungen fast wie im April

Meuspath – Manthey-Racing hat zum dritten Mal in Folge das 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen gewonnen! Nach 6:02:06,889 Stunden wurde Marc Lieb im Manthey-RSR als Sieger abgewunken. Der Ludwigsburger absolvierte beim sechsten Lauf der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring zusammen mit Marcel Tiemann und Arno Klasen 39 Runden auf der 24,369 Kilometer langen Kombination aus Nürburgring Kurzanbindung und Nordschleife. Nach insgesamt 950,391 Kilometern kreuzte das Trio die Ziellinie zu einem ungefährdeten Sieg!

 

„Heute hat das Team gewonnen, das die wenigsten Fehler gemacht hat“, freute sich Klasen über seinen 21. Sieg in der Langstreckenmeisterschaft und den sogar sechsten bei einem 6h-Rennen. „Trotz schwieriger Bedingungen haben wir unseren Porsche heute ohne einen Kratzer über die Distanz gebracht.“ Es war ein Doppelstint von Porsche-Werkspilot Marc Lieb mit dem unter widrigsten Witterungsbedingungen der Grundstein für den Erfolg der Manthey-Crew gelegt wurde. Von Startfahrer Klasen übernommen, brannte Lieb im Regen unglaubliche Zeiten in den feuchten Asphalt und setzte den gelb-grünen RSR schließlich an der Spitze fest. Stammfahrer Tiemann hielt sich nicht nur dort, sondern baute die Führung gegen den starken Raeder-Ford GT kontinuierlich bis zum planmäßigen letzten Fahrerwechsel um 16:36 Uhr aus. Sieben Minuten vor Rennende kam Lieb zu einem Splash-and-Dash-Stop nochmals an die Box, bevor er den 6h-Hattrick für die Lokalmatadoren aus Meuspath perfekt machte. Das richtige Händchen beim Reifenpoker, ein schnelles Fahrertrio und die Zuverlässigkeit des 24h-Siegerwagens machte schlußendlich Olaf Manthey als die Gründe für seinen Erfolg beim VLN-Höhepunkt fest: „Unsere Piloten brauchten heute Ihr ganzes Können, um bei einem Wetter, wie ich es normalerweise dem April zuschreibe, das Auto nicht zu verlieren – Kompliment!“

 

Der dritte Startplatz und nach der ersten Runde auf dem zweiten Rang – die Vorzeichen für ein erfolgreiches 6h-Event für den Wochenspiegel-Porsche waren positiv! Marcel Tiemann fungierte dieses Mal als Startfahrer und Co von Georg Weiss und Michael Jacobs. Doch dem in dieser Saison schwer gebeutelten WTM-Team war der Renngott auch im sechsten Lauf nicht hold, denn nach nicht einmal einer Stunde war das 6h-Rennen für den SP7-Wagen zu Ende. Die rechte Antriebswelle hatte sich nach einem regenbedingten Dreher von Tiemann im Bereich Schwalbenschwanz verabschiedet. Der Ausrutscher auf der nassen Fahrbahn blieb zunächst ohne Folgen, da der Wahlmonegasse nicht einschlug. Doch beim Versuch den Wagen wieder auf die Strecke zurück zu bewegen, fehlte plötzlich jeglicher Vortrieb.

Optimistisch ging das Trio Armin Hahne, Jochen Krumbach und Werkspilot Richard Lietz ins Rennen. Mit neuen Entwicklungsreifen von Partner Yokohama ausgerüstet, war es das angesagte Ziel auf einem der vorderen Plätze das Rennen zu beenden. Nahezu permanent hatte das Trio bis zum sechzehnten Umlauf den achten Rang für sich gebucht, dann steuerte der Krimskoye-GT3 Cup S mit starker Rauchentwicklung die Boxen an. „Das Ganze passierte gottlob auf der Runde um den GP-Kurs, sonst wäre das Risiko eines kapitalen Motorschadens ungleich höher gewesen“, hielt Hahne fest. Wie sich nach einem Check in der Box dann herausstellte, hatte sich die Klemme eines Wasserschlauches selbständig gemacht, was zum heftigen Verlust des Kühlwassers führte.

Auf einem überaus entspannten Rang 40 endete dieses Mal der Ausflug an die Nordschleife von Gary Williams, Tim Raven, Julian Perry und Daniel Cooke. Dank Cooke gelangen diverse Runden unter der 9-Minutenmarke, doch am Ende verpaßte der Freundeskreis von der britischen Insel eine Plazierung im vorderen Teilnehmerfeld. „Das Wetter kommt mir sehr vertraut vor, dennoch hat es eine Menge Spaß gemacht“, konstatierte Cooke, der in diesem Jahr aus beruflichen Gründen nicht ganz so oft für seinen Freund Williams ins Cup-Lenkrad greifen kann.

Eine traurige Nachricht erreichte das Meuspather Team noch vor dem 6. Lauf: Paul Hulverscheid, langjähriger Teilnehmer der Langstreckenmeisterschaft und viele Jahre Fahrer auf einem von Manthey-Racing genannten Porsche 996 GT3, verstarb plötzlich und vollkommen unerwartet am Donnerstag. Der Wipperfürther erlag im Alter von nur 59 Jahren einem Herzinfarkt. „Paul war ein prima Kerl und ein sehr angenehmer Zeitgenosse! Auch nachdem er nicht mehr bei uns fuhr, hatten wir immer noch regelmäßig Kontakt. Noch einen Tag vor seinem so unerwarteten Tod hat er bei uns in Meuspath vorbeigeschaut“, stellte Olaf Manthey betroffen fest. „Meine Familie, meine Mannschaft und mich hat die Nachricht sehr getroffen! Wir sind mit unseren Gedanken bei Pauls Familie!“

Nach einer fünfwöchigen Sommerpause geht es am 29. August mit dem 32. Grenzlandrennen weiter im VLN-Programm 2009.
 

Für alle VLN-Fans ergänzend die aktuellen TV-Tipps des Veranstalters:

25-07-09 / 11:45 Uhr / "Die grüne Hölle 3"