MANTHEY RACING. Ready for your Porsche!
06.08.2015

Olaf Manthey und Mike Stursberg starten im Ford Escort BDA

Vorschau AvD-Historic-Marathon im Rahmen des AvD-Oldtimer-Grand-Prix

Alle Motorsportfans sollten sich Freitag, den 7. August 2015 fett im Kalender anstreichen: Denn dann feiert Nordschleifen-Legende Olaf Manthey (Meuspath) im Rahmen des AvD-Oldtimer-Grand-Prix (OGP) auf dem Nürburgring ein Comeback. Zusammen mit dem Wermelskirchener Mike Stursberg wird sich der 60-Jährige das Cockpit in einem Ford Escort BDA teilen. Das Duo startet mit dem 44 Jahre alten "Hundeknochen" beim AvD-Historic-Marathon, der über eine Renndistanz von vier Stunden ausschließlich über die Nordschleife geht.

"Wir wollen in erster Linie Spaß haben", betont Stursberg, der der bisherigen Saison in der Youngtimer-Trophy seinen Stempel aufgedrückt hat. Zuletzt feierte der 44-Jährige vier Gesamtsiege für Fahrzeuge aus der Periode bis Baujahr 1971. "Wenn wir am Ende ganz oben auf dem Podium stehen sollten, hätte ich natürlich nichts dagegen... Mit Olaf habe ich einen erstklassigen Partner, der trotz seiner längeren Pause sicherlich nichts verlernt hat. Ich freue mich unheimlich auf das Rennen mit ihm."

Manthey und Escort. Da war doch mal was! Nach ersten Schritten in der Formel Vau sowie bei Berg- und Slalomveranstaltungen gelang dem heutigen Porsche-Teamchef mit einem seriennahen Escort RS2000 der große Durchbruch. Ende der 70er/Anfang der 80er feierte Manthey zahlreiche Klassensiege in der Rennsporttrophäe sowie im Langstreckenpokal. Das Husarenstück folgte beim 1000km-Rennen 1983: Auf feuchter Piste machte er mit dem 185 PS-Escort fast alle Gruppe C und Gruppe 6-Renner nass und lag zweitweise unter den ersten fünf im Gesamtklassement. "Die Fans waren total aus dem Häuschen und winkten mir mit ihren Ostfriesennerzen zu. Leider trocknete die Strecke recht schnell wieder ab." Ab 1984 folgte dann der Aufstieg zum Profi mit dem ersten Werksvertrag bei Austin Rover.

Manthey: "Auch wenn unser Gruppe 2-Escort RS1600 beim OGP nicht so ganz mit meinem damaligen RS2000 zu vergleichen ist: Nach über 30 Jahren freue ich mich auf ein Rennen mit einem solchen Fahrzeug. Das ist noch Fahren wie früher, ohne technische Hilfsmittel und mit H-Schaltung." Stursberg ergänzt: "Bei einem solchen Youngtimer muss man mit Köpfchen fahren. Man darf nicht immer die volle Drehzahl ausnutzen. Und man muss sich die Reifen gut einteilen." Vorbereitet und eingesetzt wird der 250 PS starke und 830 Kilogramm leichte Tourenwagen von Rüddel Racing aus Duisburg.

Das Roll-Out des neuaufgebauten RS1600 verlief im belgischen Spa-Francorchamps äußerst erfolgreich. Auf der zweitweise feuchten Strecke feierte Stursberg einen Gesamtsieg. Über den Escort BDA war der Wermelskirchener voll des Lobes: "Robert Rüddel hat hervorragende Arbeit geleistet. Er ist vor allem ein Meister der Vergaserabstimmung! Bis auf kleinere Kupplungsprobleme war es ein perfekter Tag. So kann es am Nürburgring gerne weitergehen."

"Auch wenn wir mit dem Escort vermeintlich zu den kleineren Autos zählen: Ford hat damals alles homologiert, was ein Tourenwagen braucht", weiß Stursberg. "Der BDA-Motor inklusive Alu-Kühler und Trockensumpfschmierung war seiner Zeit so sehr voraus, dass man auch zehn Jahre später, dann in der MkII-Karosse, noch ein Siegerfahrzeug hatte. Sonst hätte zum Beispiel ein Ford Escort BDA nicht achtmal in Folge die RAC-Rallye in Großbritannien gewonnen."

Für Manthey ist der OGP die wichtigste deutsche Oldtimer-Veranstaltung. Der Start zum 4h-Rennen erfolgt freitags im 14.10 Uhr. "Das wird für uns Fahrer und auch das gesamte Team ein Riesenerlebnis, da bin ich mir sicher. Vielleicht regnet es ja auch, dann lassen wir mal so richtig die Sau heraus!" So wie damals, beim 1000 km-Rennen 1983.