MANTHEY RACING. Ready for your Porsche!
25.09.2017

Mühlner Motorsport holt Tagessieg und Titel

Meuspath. Hamza Owega, Alex Schula und Moritz Kranz haben den siebten Saisonlauf der Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing auf der Nürburgring-Nordschleife gewonnen und sich damit bereits zwei Rennen vor Schluss den Titel in der VLN-Klasse CUP3 gesichert. Damit ist Mühlner Motorsport auch Meister in der Teamwertung. Der Lauf musste eine halbe Stunde vor Ablauf der vierstündigen Renndistanz vorzeitig mit der roten Flagge abgebrochen werden, da mehrere Fahrzeuge auf Ölspuren von der Strecke abgekommen waren. Schon in der Qualifikation zeigte die Mühlner-Mannschaft, dass sie heiß auf den Titel ist. Der beste Umlauf der #979 wurde mit 8:44.668 Minuten gestoppt, kein anderes Team in der CUP3-Klasse war in diesem Jahr schneller. Moritz Kranz sicherte seinem Team damit die fünfte Pole-Position in dieser Saison, verbunden mit dem obligatorischen Zusatzpunkt in der Meisterschaft. Der Mann des ersten Renndrittels hieß jedoch Fabian Schiller von GetSpeed-Performance. Von Startplatz vier aus schob er sich mit der #940 zu Beginn der dritten Runde in der Mercedes-Arena an der #960 von Teichmann Racing für Platz zwei vorbei, bevor er drei Kilometer später beim Einbiegen auf die Nordschleife die #979 überholte und damit die Führung übernahm.

Bei Teichmann Racing wollte man nach den technischen Problemen beim letzten Rennen zu alter Stärke zurückfinden. Und tatsächlich zeigten Daniel Bohr und Moritz Gusenbauer eine sehr ordentliche Leistung. War die #960 in Runde drei vom GetSpeed-Cayman noch auf Rang drei verwiesen worden, holten sie sich die Position einen Umlauf später zurück, als man sich beim Einbiegen auf die Nordschleife am Tabellenführer von Mühlner Motorsport vorbeipresste. Angesichts des möglichen vorzeitigen Titelgewinns ließ es die Mannschaft aus dem belgischen Francorchamps in den Zweikämpfen teilweise ein wenig ruhiger angehen. Nichtsdestotrotz sicherte man sich im 18. Umlauf in 8:48.001 Minuten den Zusatzpunkt für die schnellste Rennrunde.

In der Folge wechselten sich #940, #960 und #979 je nach Boxenstopp-Strategie an der Spitze ab, bis eine Ölspur im Highspeed-Bereich zwischen Flugplatz und Schwedenkreuz für die Entscheidung sorgte. Hier hatte die #940 von Osieka und Schiller einen Abflug, der das vorzeitige Aus bedeutete. Eine Runde später gab es eine weitere Ölspur im Streckenbereich Fuchsröhre, woraufhin die Rennleitung das 57. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen vorzeitig abbrach. Damit lag der Mühlner-Porsche #979 auf Platz eins, Rang zwei ging an die #960 und Platz drei erbten 'Max', 'Jens' und Daniel Mursch mit der #941 von ihren GetSpeed-Teamkollegen Osieka und Schiller. Der nächste VLN-Lauf ist der 49. ADAC Barbarossapreis am 7. Oktober.
 

Alex Schula (Mühlner Motorsport):
„Wir hatten im Rennen sehr gute Streckenverhältnisse. Die Temperaturen waren prima, und das hat man auch an den Rundenzeiten gemerkt. Wir waren unglaublich schnell unterwegs. Ich kam leider beim Start mit dem Setup nicht ganz zurecht, aber insgesamt war das wieder eine tolle Veranstaltung.“

Moritz Kranz (Mühlner Motorsport):
„Die Bedingungen in der Qualifikation am Morgen waren wirklich perfekt. Ich hatte auf meiner schnellsten Runde sogar noch gelbe Flaggen, die mich mindestens drei Sekunden gekostet haben. Sonst wäre sogar eine ganz tiefe 8:40er-Rundenzeit drin gewesen. Aber es hat ja trotzdem gereicht. Das ist jetzt der erste Titel für mich. Da fällt schon eine Menge Druck ab. Jetzt konzentrieren wir uns auf die VLN-Gesamtwertung. Mal sehen, was dort noch geht.“

Hamza Owega (Mühlner Motorsport):
„Ich war auf zwei Cup-Cayman von Mühlner Motorsport unterwegs. Auf der #969 bin ich den Start und direkt danach auf der #979 den zweiten Stint gefahren. Eigentlich hätte ich am Ende noch mal fahren sollen, aber da kamen dann die roten Flaggen dazwischen. Über die Meisterschaft freue ich mich natürlich sehr.“

Bernhard Mühlner (Teamchef Mühlner Motorsport):
„Das ist der neunte Titel für unser Team. Nachdem die Cayman-Klasse im letzten Jahr so hart umkämpft war, hätten wir nicht gedacht, dass wir die Meisterschaft schon zwei Rennen vor Schluss einfahren können. Es gibt in diesem Jahr ja auch keine Streichresultate. Von daher war das noch mal schwieriger als in der Saison 2016. Aber mit fünf Siegen und zwei zweiten Plätzen in sieben Rennen hat es Gott sei Dank geklappt.“

Moritz Gusenbauer (Teichmann Racing):
„Es war über das komplette Rennen ein richtig harter Kampf um die Spitze. Wir waren am Ende dann auch zwischenzeitlich in Führung, hatten aber das Pech, dass wir im entscheidenden Moment eben nicht vorn lagen. Aber es war wirklich toll, mit dem Mühlner- und dem GetSpeed-Auto um den Sieg zu kämpfen.“

Adam Osieka (Teamchef / Fahrer GetSpeed Performance):
„Das war eigentlich ein schönes Rennen. Wir konnten in der dritten Runde bis auf Platz eins vorfahren. Im Verlauf des Rennens hat die Führung dann in Abhängigkeit der Tank-Strategie mehrfach gewechselt. Als wir bereits unseren letzten Tankstopp absolviert hatten, gab es ausgangs Flugplatz aufgrund einer Ölspur einen Unfall mit mehreren Fahrzeugen, und da waren wir leider mittendrin.“

Fabian Schiller (GetSpeed Performance):
„Das war für mich wirklich ein Chaos-Rennen, um ehrlich zu sein. Am Ausgang Flugplatz war eine Ölspur. Wir mussten dort alle stark verzögern. Dabei bin ich ein wenig quer gekommen, habe das Auto vor mir leicht berührt, dann bin ich von hinten getroffen worden, wurde gedreht und hatte einen leichten Einschlag in die Leitplanke. Danach bin ich allerdings wieder zurück auf die Ideallinie gerollt, und dort wurde ich von einem Cup-Elfer voll getroffen.“
 

Ergebnis VLN 7: Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing

1. Platz - #979 Owega/Schula/Kranz (Mühlner Motorsport)
2. Platz - #960 Bohr/Gusenbauer (Teichmann Racing)
3. Platz - #941 'Max'/'Jens'/Mursch (GetSpeed Performance)
4. Platz - #970 Hoppe/Jung/Vleugels (Teichmann Racing)
5. Platz - #949 Beyer/Hewer/Warum (Sorg Rennsport)
6. Platz - #966 Keilwerth/Vazquez/Mölig (Mathol Racing)
7. Platz - #980 ’Maximilian’/Rönnefarth/'Alex Autumn' (Teichmann Racing)
8. Platz - #969 Owega/Beulen (Mühlner Motorsport)
9. Platz - #940 Osieka/Schiller (GetSpeed Performance)
10. Platz - #978 Krämer/Tönges (KKrämer Racing)

Pole-Position - 8:44.668 Min.
#979 Owega/Schula/Kranz (Mühlner Motorsport)

Schnellste Rennrunde - 8:48.228 Min.
#979 Owega/Schula/Kranz (Mühlner Motorsport)