MANTHEY RACING. Ready for your Porsche!
06.10.2009

Manthey erringt 7. Podestplatz trotz „Beifahrer“

Wochenspiegel-Porsche holt Pole Position

Meuspath – Marcel Tiemann, Arno Klasen und Romain Dumas schafften trotz Handicaps in einem zu hart umkämpften Finish beim achten Lauf zur Deutschen Langstreckenmeisterschaft auf ihrer Hausstrecke den Sprung auf’s Gesamtpodium und fuhren zudem den Sieg in der Klasse SP7 ein!

Zum 41. ADAC Barbarossapreis kehrte Werkspilot Dumas an die Stätte seiner großen 24h-Erfolge ins Team aus Meuspath zurück. Zusammen mit der Stammbesatzung Tiemann und Klasen nahm der Franzose den achten Lauf am Tag der deutschen Wiedervereinigung mit dem ratioparts-RSR unter die Räder. Doch die ansich lösbare Aufgabe für die drei Nordschleife-erfahrenen Piloten, den bereits fünf VLN-Gesamtsiegen in dieser Saison einen weiteren folgen zu lassen, wurden bereits zwei Wochen vor Rennbeginn zu einer schwierigen Mission, denn der gelb-grüne GT3 RSR mußte mit einem von der VLN verordneten Handikapgewicht ins Rennen gehen. „Daß wir es unter diesen ungünstigen Bedingungen geschafft haben sogar den zweiten Gesamtplatz einzufahren, zeigt, wie stark das Paket Fahrer-Porsche-Michelin-Manthey-Nordschleife ist!“

Es war somit keineswegs zu erwarten, daß der Manthey-RSR trotz Topbesetzung vorne eine Rolle mitspielen kann, denn ein achter Startrang war das Maximum, was die erfolgsverwöhnte Crew erzielen konnte. Doch als kurz nach 12 Uhr die Startfreigabe erfolgte, nahm Manthey-Racing die Herausforderung an. Nach dem Stint von Startfahrer Klasen, setzte sich Dumas um kurz nach 13 Uhr ans Volant und begann langsam, aber stetig Platz um Platz gut zu machen. Schlußendlich übergab er auf Rang vier liegend, an Tiemann. In der letzten Rennrunde hatte es der Wahlmonegasse geschafft: Erst sicherte er den dritten Platz und stieß anschließend auf Rang zwei weiter vor. Erst auf den letzten Metern des Rennens fiel aber die endgültige Entscheidung im Kampf um Platz zwei mit dem Phoenix-R8. Im Tiergarten kam es dabei zu einer Berührung der beiden Fahrzeuge, wobei Tiemann verdientermaßen das glücklichere Ende für sich behielt und Platz zwei ins Ziel retten konnte. „Ich habe bei 275 km/h plötzlich hinten links einen Schlag bekommen und hatte alle Hände voll zu tun, nicht in einem bösen Abflug zu enden“, kommentierte Tiemann mit Blick auf die unzähligen Grasbüschel, die der RSR abgemäht hatte, als dieser die Strecke kurzzeitig verlassen mußte.

Zu Beginn der Veranstaltung stand jedoch ein anderer in Meuspath vorbereiteter Porsche im Mittelpunkt: Mit einer sensationellen 8:13er Zeit plazierte Doppelstarter Marcel Tiemann den Wochenspiegel-Porsche auf der Pole Position! Auch die schnellste Rennrunde ging später mit einer 8:17 min. auf das Konto des zweiten Manthey-Porsche. Zusammen mit dem Stammduo Georg Weiss und Michael Jacobs waren dies bis dahin die größten Erfolge für den von Glück nicht gerade verfolgten SP7-Renner aus Monschau.
Gleich nach dem Start des Rennens konnte Tiemann seine führende Position behaupten und baut den Vorsprung auf den Zweitplazierten kontinuierlich aus. Nach der sechsten Runde hatte Tiemann einen mit 21.7 Sekunden satten Vorsprung herausgefahren, bevor er nach der achten Runde das Steuer an Weiss übergab. „Der Wagen von Georg geht unglaublich gut! Das Aerodynamikpaket, der Manthey-4l-Motor, das Setup – da paßt einfach alles“, vermeldete Tiemann in der Box, kaum hatte er den Helm abgenommen. Doch auch beim achten Lauf der Langstreckenmeisterschaft blieb schließlich das Pech ein treuer Begleiter von Weiss & Co.: In Runde 12 muß Weiss die Box ansteuern, wo auch das Rennen für die Startnummer 116 endet, denn ein kleines Teil der Carbonbox hatte sich gelöst und war vom Motor angesaugt worden.

Im zweiten gelb-grünen Manthey-Neunelfer, dem Krimskoye-Porsche, taten sich Armin Hahne, Jochen Krumbach und Wolf Henzler beim achten Lauf ungewöhnlich schwer. Ein Abflug des Nürtingers Henzler auf einer Ölspur, die insgesamt vier Fahrzeugen zum Verhängnis wurde, sorgte schon am Freitag für einen Dämpfer und eine außerplanmäßige Reparatur der Front des GT3 Cup S. Von Startplatz 15 aus in Rennen gestartet, gelang es dem Trio zu keiner Zeit Kontakt zur Spitze aufzunehmen bzw. sich in den Top 10 festzusetzen. Bei Auswertung der Motordaten zeigte sich, daß das Drosselklappen-Potentiometer nicht ordnungsgemäß arbeitete. Nach erfolgter Reparatur in der Box fuhr Jochen Krumbach anschließend konkurrenzfähige Rundenzeiten um die 8:33 min.

Eine schöne Vorstellung lieferte das Trio Gary Williams, Tim Raven und Daniel Cooke auf dem auffällig lackierten Cup-Porsche ab. Hatte Cooke den Porsche bereits im Training mit persönlicher Bestzeit um die 24.4 km lange Strecke gelenkt, so unterstrichen die drei Freunde aus England ihre gute Verfassung mit einem tollen 16. Gesamtplatz!

Das nächste Rennen zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2009 findet in zwei Wochen am 17.10.2009 statt.