MANTHEY RACING. Ready for your Porsche!
04.11.2009

Manthey mit Podiumsplatz in die Winterpause

Versöhnlicher Saisonabschluß auch für Wochenspiegel-Porsche

Meuspath - Mit einem Platz auf dem Siegerpodest beendete am vergangenen Samstag Manthey-Racing bei klarem und sonnigen Herbstwetter den letzten Auftritt zur Deutschen Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring 2009! Damit schloß das Team von Olaf Manthey eine äußerst erfolgreiche Saison zusammen mit Partnern und Sponsoren ab, konnte man doch die wichtigsten Langstreckenrennen des Jahres zum dritten (6h) bzw. vierten Mal (24h) für sich entscheiden können!

„Wir wollten uns mit einem schönen Ergebnis bei den Fans in die Winterpause verabschieden und damit all’ denjenigen ein Dankeschön sagen, die uns auch in dieser Saison wieder unterstützt und kräftig die Daumen gedrückt haben“, resümierte ein gut gelaunter Teamchef Manthey nach dem Rennen.

Als sich verspätet um 12:19 Uhr die Startflagge senkte, machte Marcel Tiemann im ratioparts-RSR gleich Druck und schob sich noch vor dem Einbiegen auf die Nordschleife auf den zweiten Platz. Ein hautnahes und sehenswertes Windschatten-Duell mit dem Führenden folgte anschließend für über eine Stunde. Tiemann blieb im Sekundenabstand in Schlagdistanz zum vor ihm fahrenden Porsche Cup S: „Ich konnte mich mehrfach an Mamerow heranbremsen, doch um vorbei zu kommen, fehlte das letzte Quentchen. Die 25 zusätzlichen Kilos, die uns seit drei Rennen begleiten, kannst Du einfach nicht als Fahrer vollkommen kompensieren.“

Es war somit nicht zu erwarten, daß der gelbgrüne RSR am Kopf des Feldes ein Wörtchen mitreden konnte, aber Tiemann und Collard, die den Racer aus Meuspath beim Finale zu zweit um die Nordschleife jagten, versuchten mit konstant guten Zeiten und über die Distanz den Kontakt zum Kopf des Feldes zu halten. Als kurz vor halb zwei Tiemann das Volant an den Porsche-Werkspiloten übergab, hatte der Wahlmonegasse eine solide Grundlage für einen möglichen Podiumsplatz geschaffen. Collard konnte zwar in der Folge den Speed des Führenden nicht ganz mitgehen, doch als Tiemann nach der siebzehnten Runde wieder in die Startnummer 117 stieg, gelang es ihm wieder auf Platz zwei vorzustoßen, so daß schlußendlich nur knapp über eine Minute Rückstand bei der Zieldurchfahrt auf den siegreichen Cup S Porsche fehlten. „Es war für mich in diesem Jahr der allererste Einsatz auf dem Manthey-RSR“, unterstrich Collard. „Der Unterschied zum Cup S, den ich schon zwei Mal bewegt habe, ist spürbar. Gesamtrang zwei am Ende ist somit voll okay.“

Ein unglaubliches Auf und Ab erlebten Armin Hahne, Jochen Krumbach und Porsche-Junior Martin Ragginger auf dem gelb-grünen und Yokohama-bereiften Krimskoye-Porsche. Zwei Mal kämpfte sich das Trio in die Top 10 und zwei Mal war ein Reifenschaden hinten rechts der Grund für ungeplante Boxenaufenthalte, die eine Menge Zeit kosteten. „Insgesamt vier Mal erwischte es uns an diesem VLN-Wochenende an der gleichen Stelle hinten rechts“, stellte Hahne kopfschüttelnd fest, nachdem er den Cup S mit der Startnummer 72 nach 20 Runden in der Box abstellen mußte. Nach dem ersten Reifenschaden war man aus den Top 10 herausgefallen und bis auf Platz 38 zurückgereicht worden. Doch das Trio reagierte engagiert, kämpfte sich nach vorne bis auf Platz 12, als knapp eine Stunde vor Rennende der zweite Reifenschaden alle Bemühungen zunichte machte. „Ein Podestplatz war in Reichweite, das macht das Ganze so ärgerlich“, erklärte Krumbach anschließend enttäuscht.

„Und wieder angekommen!“ Unter diesem Motto freuten sich Georg Weiss, Michael Jacobs und Peter-Paul Pietsch über einen gelungenen Abschluß ihrer VLN-Saison! Nach dem vielen Pech der letzten Rennen konnten die drei Amateurracer auf einen achten Gesamtrang und einen Platz auf dem SP7-Klassenpodest Stolz sein! „Für uns ist eine mit unglaublich viel Pech versehene Saison dann doch versöhnlich zu Ende gegangen. Die Läufe neun und zehn haben mir den Glauben und den Spaß wieder zurück gebracht“, hielt Weiss nach dem Saisonfinale fest. Und Co Jacobs ergänzt: „Ich hätte Lust jetzt weiterzufahren. Schade, daß das heute schon das Ende für die VLN in diesem Jahr ist. Aufgrund der vielen Ausfälle sind wir deutlich weniger Rennkilometer gefahren und nun juckt der Gasfuß!“

„Pretty well!“ war die kurze, aber positiv gestimmte Antwort von Gary Williams und seinen Freunden Daniel Cooke und Julian Perry auf die Frage, wie das Rennen gelaufen sei, nachdem das englische Freundestrio auf einem 20. Gesamtplatz seine VLN-Saison beschlossen hatte. Williams stellte dabei heraus, daß die letzten zwei Jahre Lernjahre gewesen seien. Das Ziel, die Nordschleife und den 997er Cup noch besser kennenzulernen sei erreicht worden. Daß sich die Amateure von der britischen Hauptinsel im Eifeler Herbst wohlfühlten, dokumentierten Williams und Cooke nicht nur durch das Tragen von Shorts und dem Weglassen der Socken in sommerlichen Sneakern, sondern durch ihre erfolgreiche Fahrt vom 34. Trainingsplatz aus in die Top 20 hinein.

„Alles in allem war dies für uns ein versöhnlicher Saisonabschluß, auch wenn ich zugeben muß, daß mit unserem Cup S mehr drin gewesen wäre, wie schon desöfteren in der Saison, denn die Fahrer haben durchweg einen guten Job gemacht“, blickt Olaf Manthey zurück. „Wir haben uns trotz einiger reglementsbedingter Rückschläge immer wieder zusammengerauft, um die Konkurrenzfähigkeit des RSR unter Beweis zu stellen. Das uns dieses gelungen ist, zeigen heute der Klassensieg in der SP7 und die schnellste Rennrunde von Marcel.“ Auf konkrete Aussagen zur Saison 2010 lies sich der erfolgreiche Teamstratege nicht festlegen. „Nach der Saison, ist vor der Saison, wie man weiß, und was uns veranstalterseitig im kommenden Jahr erwartet, wissen wir noch nicht. Also macht es derweil überhaupt keinen Sinn, über ungelegte Eier zu spekulieren! Sicher ist nur eines: Wir betrachten die Nordschleife weiterhin als unsere Hausstrecke, und was man liebt, gibt man so schnell nicht auf! Wir werden unsere Partner und Fans wissen lassen, wie sich Manthey-Racing im kommenden Jahr aufstellt, sobald im ersten Quartal 2010 die Weichen gestellt sind.“

Mit einem besonderen Bonbon wartet Manthey-Racing noch nach Saisonschluß auf: Für alle Porsche-, VLN/24h- und Nürburgring-Fans bringen die Porsche-Experten noch rechtzeitig vor den Weihnachtstagen den erfolgreichen gelb-grünen RSR als Modell im Maßstab 1 zu 43 auf den Markt. In der Version des 2008er 24h-Siegerautos wird eine auf 600 Einheiten streng limitierte Auflage angeboten, die der in der Modellautoszene bekannte Hersteller Spark derzeit für das erfolgreichste Langstreckenteam entwickelt. Der Verkaufsstart als auch die exakten Bestell-Modalitäten werden auf der Manthey-Homepage in Kürze bekannt gegeben. Das Modellauto wird zum Preis von € 59,00 frei Meuspath angeboten.