MANTHEY RACING. Ready for your Porsche!
29.03.2010

Manthey-Racing gewinnt den Saisonauftakt !

Wochenspiegel-Porsche landet auf hervorragendem Gesamtrang 5

Meuspath/Nürburgring - Veni, vidi, vici! Mit dem Gesamtsieg endete der allererste Einsatz des neuen "Dicken" von Manthey-Racing beim VLN-Saisonstart am Samstag! „Einen besseren Auftakt hätte ich mir nicht vorstellen können“, kommentierte Teamchef Manthey nach der Zieldurchfahrt des traditionell wieder in Gelb-Grün lackierten Porsche sichtlich zufrieden, zeigte sich aber zugleich als Realist: „Die Audi R8 waren verdammt schnell und BMW hat das Potential des M3 nur erahnen lassen“.

Der aufgrund der zahlreichen Werksautos heuer mit besonderer Spannung erwartete Saisonauftakt der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring wurde den Erwartungen der Fans gerecht, kam es doch zum ersten Mal zu einem direkten Vergleich der zahlreichen Spitzenfahrzeuge unter realen Wettbewerbsbedingungen. Mit Startfahrer Timo Bernhard nahm Manthey-Racing den Auftakt der VLN aus der zweiten Startposition in Angriff. „Der erste Stint war ein wirklich lustiges Treiben, da ging’s zu wie in einem Cuprennen“, so der ehemalige Carrera-Cup-Champion, der das Auto auf Platz drei an Marcel Tiemann übergab. Die Entscheidung um den Gesamtsieg fiel in den letzten zwanzig Minuten, als Schlußfahrer Lieb in einem sehenswerten Manöver am Ende der Start-und-Zielgeraden am Audi von Mattias Ekström vorbeizog und die Führung sogar zeitweilig auf knapp eine halbe Minute ausbauen konnte. Nach einem packenden Rennen feierte Manthey-Racing schlußendlich bei der 57. ADAC Westfalenfahrt den ersten Sieg im ersten Rennen der Saison: Startnummer 114 wurde nach vier Stunden und elf Sekunden mit einem Vorsprung von 14,535 Sekunden auf den Zweitplazierten abgewinkt. „Wir machen also da weiter, wo wir 2009 aufgehört haben, nämlich auf dem Podium! Gleich beim weltweiten ersten Rennen des neuen GT3 R sogar ganz oben auf dem Treppchen zu stehen, ist außergewöhnlich“, freute sich Bernhard. Sein Werksfahrer-Kollege Lieb fügte hinzu: „Scheinbar hat auch der neue 911 GT3 R die sprichwörtliche Zuverlässigkeit aller Renn-Elfer geerbt.“ Das dennoch Einiges im Lastenheft für die Manthey-Mannschaft in den kommenden Wochen steht, machte Stammfahrer Tiemann deutlich: „Wir sind noch langsamer als mit dem RSR und vor allem in schnellen Kurven ist der Abtrieb des GT3 R nicht so ausgeprägt wie der des RSR. Eine Verbesserung wird aber schwierig, da das Reglement in diesen Bereichen nur wenig Veränderungen zuläßt.“ Die Wurzeln des Sieges liegen für den Wahlmonegassen in der sprichwörtlichen Porsche-Zuverlässigkeit und der guten Balance seines Renners, welches insbesondere bei einem Langstreckenrennen von großer Bedeutung für den Weg zum Erfolg sind.

Wochenspiegel-GT3 R feiert erfolgreichen VLN-Einstand

Pech und Erfolg lagen beim Saisonauftakt für die mit zwei Fahrzeugen angetretene Wochenspiegel-Fahrercrew eng bei einander. Schon in der ersten Runde hakte der dritte Gang des SP7-Boliden, so daß für die Startnummer 155 das Rennen bereits beendet war, bevor es begann. Georg Weiss: „Michael Jacobs schaltete in den dritten Gang und kam dann aus diesem nicht mehr heraus. Man kann auf einigen Rennstrecken u.U. mit weniger als sechs Gängen auskommen, dazu zählt aber mit Sicherheit nicht die Nordschleife! Das Getriebe in unserem SP7-Auto scheint wahrlich mit einem Fluch behaftet zu sein.“ Gut jedoch, wenn man zwei Eisen im VLN-Feuer hat, denn so schnell der SP7-Rennen wieder in der Box verschwand, so schnell und konkurrenzfähig waren Oliver Kainz, Michael Jacobs und Peter-Paul Pietsch auf dem neu eingesetzten GT3 R im identischen Wochenspiegel-Design unterwegs. In einem spannenden Positionskampf um Rang 5 mit dem zweiten Werks-R8 hat nach vier Stunden der von den Amateuren pilotierte Porsche mit der Nummer 110 die Nase vorn. Michael Jacobs: „Der R verleiht sehr viel Sicherheit, und dann ist man automatisch auch schnell! 8:26er Zeiten und Gesamtrang 5 sind eine tolle Ansage, zumal in einem Feld mit derart vielen Werksautos und Rennprofis. Vor dem Rennen haben wir noch gesagt, daß es Platz unter den Top 20 ein schöner Erfolg für den Saisonauftakt wäre, und nun wurden wir als Top 5 abgewinkt, das ist klasse!“

HARIBO macht Manthey froh

Neu unter der Nennung von Manthey-Racing 2010 nahmen erstmals die beiden HARIBO-Porsche den Asphalt des Nürburgrings unter die Michelin-bereiften Räder. Der gut im Rennen liegende dritte und von Lance David Arnold, Richard Westbrook und Alexandros Margaritis pilotierte GT3-R der Mantheyschen Armada schied durch einen Fehler des VLN-Novizen Margaritis aus. Dem jungen Bonner wurde die fehlende Streckenkenntnis zum Verhängnis, als er dem Ruf in die Box zum Tanken zu kommen mit einem Abzweig in Richtung T13 folgte. Auf der folgenden Nordschleifen-Umrundung ging im dann der Sprit aus. Besser erwischte es der HARIBO-CupS mit der Startnummer 89. Der neu lackierte Drittplazierte des 24h-Rennen 2009 mischte von Anfang an in den Top 15 munter mit. Hans Guido Riegel, Mike Stursberg und Georg Berlandy zeigten sich dann auch nach 26 Runden mit dem Zieleinlauf auf dem dreizehnten Gesamtrang zufrieden.

Sprung auf’s Klassenpodium

In der traditionell sehr wettbewerbsintensiven sogenannten Cup-Klasse fuhr ein von Manthey-Racing eingesetzter GT3 Cup motiviert mit: Im 911er im auffälligen Hippie-Design umrundeten Gary Williams, Daniel Cooke, Julian Perry die Nordschleife und starteten mit einem mehr als achtbaren Gesamtrang 20 auf’s Treppchen ihrer Klasse.

Racing for Austria

Das ganz frisch gebildete Fahrertrio Rainer Holte, Martin Ragginger und Marc Porsche schlug sich beim allerersten Nordschleifeneinsatz achtbar. Für Nordschleifen-Novize Porsche hat das Sammeln von Rennkilometern oberste Priorität: „Ich war nach meinem Stint erstaunt, als mir die Boxencrew sagte, ich sei neun Runden gefahren. Es hat so viel Spaß gemacht, daß ich anders als bei den Einstellfahrten gar nicht mehr auf die Rundenanzahl geachtet habe, aber das werte ich als gutes Zeichen.“

Porsche-Werksteam setzt erfolgreich auf Straßen- und Zukunftstechnologie

Ein viel versprechendes Debüt zeigte neben dem siegreichen GT3 R auch der neue von Porsche selbst eingesetzte 911 GT3 R Hybrid: Die Porsche-Werksfahrer Jörg Bergmeister, Richard Lietz und der ehemalige Porsche-Junior Martin Ragginger pilotierten den weiß-orangen Renner, dessen Verbrennungsmotor durch zwei jeweils 60 Kilowatt starke Elektromotoren an der Vorderachse ergänzt wird, in einem fehlerfreien Rennen auf Platz sechs. „Ich bin sehr positiv überrascht, wie gut unser Auto bereits bei seinem ersten Rennen funktioniert hat“, zieht Bergemeister ein positives Fazit. „Wir haben im Rennen noch viele Dinge ausprobiert und werden den Hybridantrieb bis zum 24-Stunden-Rennen im Mai noch intensiv weiterentwickeln. Unser Ziel ist bei gleicher Performance einen geringeren Verbrauch als unsere Konkurrenten zu erzielen“, erklärt Lietz. MR-Teamchef Manthey, der mit seinen Mannen das Porsche-Werksteam personell und organisatorisch unterstützt, stellte im Hinblick auf Diskussionen im Fanlager fest, daß die Absperrmaßnahmen betreff einer von zwei Manthey-Boxen nicht gegen Fans oder Zuschauer gerichtet ist: „Es handelt sich um eine reine Sicherheitsmaßnahme aufgrund des Einsatz des R Hybrid! Wir haben daher bewußt den R Hybrid und den RS ganz vorn in unserer Box platziert, so das jeder trotz Absperrung bis auf 1,5 Meter an die Fahrzeuge herankommt.“

Sein vielumjubeltes Renn-Comeback nach 17 Jahren Pause gab ebenfalls unter der Egide von Porsche selbst Rallye-Legende Walter Röhrl. Zusammen mit Horst von Saurma-Jeltsch und Chris Harris unterzogen die drei ihrem serienmäßigen und 450 PS starken 911 GT3 RS einem ersten Praxistest unter Rennbedingungen. „Das Auto hat meine Erwartungen übertroffen und ich hatte jede Menge Spaß am Lenkrad“, schwärmt Röhrl. „Wir konnten mit vielen reinrassigen Rennautos mithalten. Vor allem in schnellen Kurven und beim Anbremsen war der 911 GT3 RS sensationell. Und das Beste ist: Wäre mir der Weg heute Abend nicht zu weit, könnte ich unsere Nummerschilder wieder an das Auto schrauben und problemlos bis nach Regensburg fahren.“ Und Technik-Guru Roland Kußmaul ergänzte: „Mit einem 22. Gesamtrang bin ich zufrieden, denn der RS als straßenzugelassenes Auto ist natürlich schwerer, als seine Wettbewerber. Alles ist an Bord, sogar die elektrischen Fensterheber, und nicht einmal das Dämmaterial haben wir dem Auto entnommen“.

VLN erweckt gesteigertes Medieninteresse

Die Fans der VLN Langstreckenmeisterschaft dürfen in diesem Jahr im Übrigen auf eine deutlich gesteigerte Fernsehpräsenz freuen. 29 TV-Sender übertragen die zehn Veranstaltungen der Saison 2010 in insgesamt 105 Ländern. In Deutschland plant das Deutsche Sportfernsehen (DSF), das ab dem 11. April unter dem Namen ‚Sport 1 – Das Sport Fernsehen‘ auftritt, zeitnah nach jedem Rennen einen 26 Minuten langen Beitrag auszustrahlen.

Zudem haben Fans unter www.vln.de nicht nur die Möglichkeit jedes Rennen per Livestream mitzuverfolgen, sondern zudem auch via „Online-TV“ in Form eines Nachberichtes. Darüberhinaus sind weitere Impressionen des Saisonstarts auch unter www.ring1.de hinterlegt.

Das nächste Rennen

Der zweite Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring, das 35. DMV 4-Stunden-Rennen der Renngemeinschaft Düren, findet am 10. April statt.
 


MR-Rennfahrzeuge 2010 (VLN)

NR. PILOTEN FAHRZEUG KLASSE
114 Tiemann, Bernhard, Lieb, Dumas, Klasen 911 GT3 R SP9
110 Weiss, Pietsch, Jacobs, Kainz 911 GT3 R SP9
155 Weiss, Pietsch, Jacobs, Kainz 911 GT3-MR SP7
88 Riegel, Arnold, Westbrook, Menzel, Margaritis 911 GT3 R SP9
89 Riegel, Stursberg, Kohler, Berlandy 911 GT3 Cup S SP9
655 Williams, Cooke, Perry, Raven 911 GT3 Cup Cup2
660 Holte, Porsche, Ragginger 911 GT3 Cup Cup2
112 Hahne, Krumbach, Gindorf 911 GT3 R SP9

 

MR-Rennfahrzeuge 2010 (24h)

NR. PILOTEN FAHRZEUG KLASSE
1 Tiemann, Bernhard, Lieb, Dumas 911 GT3 R SP9
3 Weiss, Pietsch, Jacobs, Kainz 911 GT3 R SP9
8 Arnold, Westbrook, Menzel, Margaritis 911 GT3 R SP9
88 Riegel, Stursberg, Kohler, Berlandy 911 GT3 Cup S SP9


 
die folgenden Renntermine 2010

  • 10.04. - 35. DMV 4-Stunden-Rennen
  • 24.04. - 52. ADAC ACAS H&R-Cup
  • 15.05. - 38. ADAC 24h-Rennen
  • 12.06. - 41. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy
  • 03.07. - 50. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen
  • 17.07. - 33. DMV Grenzlandrennen
  • 31.07. - 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen
  • 25.09. - 42. ADAC Barbarossapreis
  • 16.10. - 34. DMV 250-Meilen-Rennen
  • 30.10. - 35. DMV Münsterlandpokal