MANTHEY RACING. Ready for your Porsche!
08.07.2010

Manthey siegt bei Hitzeschlacht am Ring!

Erneut bestes Teamresultat der Saison

Meuspath/Nürburgring - Mit Traumzeit im Training und einem blitzsauberen Gesamtsieg nach 25 Runden holte Manthey-Racing am Samstagnachmittag das Maximum bei fast tropischen Temperaturen zur Halbzeit der 2010er VLN-Langstreckenmeisterschaft heraus. Darüber hinaus unterstrich ein eindrucksvolles Teamergebnis die Stellung der Mannschaft um Olaf Manthey.

Lieb fährt 8:07

Mit der Fabelzeit von 8:07 min. setzte Porsche-Werkspilot Marc Lieb bereits im Training eine eindrucksvolle Duftmarke und setzte den gelb-grünen GT3 R aus Meuspath mit deutlichem Abstand auf die Pole. Eine Runde mit wenig Verkehr nutzte der Ludwigsburger, um den Beobachtern einen neuen Rundenrekord für GT3-Fahrzeuge ins Heft zu diktieren.

Auch nach dem Senken der Startflagge lies der mehrfache 24h-Sieger mit Manthey keinen Zweifel aufkommen, welches Fahrzeug bis ins Ziel an der Spitze liegen sollte. Trotz tropischer Temperaturen, an die sich kaum einer der Beteiligten in der Eifel zurückerinnern konnte, gab Lieb alles und übergab erschöpft und stark überhitzt an Co Arno Klasen.

Für Klasen wurde sein Stint zu einer großen Herausforderung, war doch beim Fahrerwechsel der Schlauch von seiner Trinkflasche abgegangen. Nichtsdestotrotz zog Klasen seinen acht Runden dauernden Stint bei Außentemperaturen von deutlich über 30 und Temperaturen im Fahrzeuginneren von um die 60 Grad durch.
Kaum hatte Lieb wieder das Steuer übernommen, ereilte eine Stop-and-Go-Strafe die Startnummer 114. Doch trotzt des unfreiwilligen Aufenthalts in der Boxengasse konnte sich der Manthey-Porsche an der Spitze des Feldes behaupten und querte zum dritten Male in der laufenden Saison die Ziellinie als erstes Fahrzeug.

Lieb feierte übrigens beim 50. Reinoldus-Langstreckenrennen seinen zehnten Gesamtsieg in der populärsten Breitensportserie Europas. Für Klasen war es der 23. Triumph. Damit belegt der ambitionierte Hobby-Racer Platz fünf in der Statistik der Gesamtsiege (seit 1983). „Beim letzten Rennen bin ich zum ersten Mal mit dem Porsche 911 GT3 R gefahren, heute konnte ich damit meinen ersten Sieg erringen“, freute sich Klasen. „Marc ist auf dem Porsche einfach eine Waffe, aber auch meine Rundenzeiten waren heute top. Der GT3 R ist einfacher zu fahren als der RSR in den letzten Jahren. Ich freue mich auf den Rest der Saison.“

HARIBO mit zweitem Topergebnis in Folge

In bestechender Form zeigten sich die beiden HARIBO-Porsche beim fünften Lauf! Lance David Arnold und Richard Westbrock verpaßten auf dem GT3 R mit der Startnummer 88 mit Platz vier knapp den Sprung auf’s Podest, nachdem das Rennen wegen eines schweren Unfalls eines Audi knapp zehn Minuten vor dem offiziellen Schluß unter Rot beendet wurde.
Das beste Saisonergebnis für das HARIBO Team Manthey wurde von Oliver Kainz und Mike Stursberg auf dem schwarzen GT3 CupS mit der 88 komplettiert: Die beiden Renn-Amateure beendeten als Gesamtfünfte das Hitzerennen.

Wochenspiegel-R erfolgreich im Ziel

Von Georg Weiss, Peter-Paul Pietsch und Michael Jacobs pilotiert, war es zunächst eine sich verabschiedende Heckscheibe, die das Trio auf dem Wochenspiegel-Porsche einbremste. Nachdem bei allen Manthey-Porsche vor dem Rennen die Scheiben der Fahrertüren demontiert worden waren, um den Piloten die Hitzestrapazen zumindest etwas zu erleichtern, war der Druck durch die einströmende Luft offenbar zu hoch, so daß nach wenigen Umläufen der GT3 R „auf Durchzug schaltete“, was zwar einige km/h an Topspeed kostete, ansonsten aber die Wochenspiegel-Mannschaft nicht davon abhielt anzugasen. Verdienter Lohn nach vier durchschwitzten Stunden am Volant war schlußendlich Rang 9.

Nr. 112 nicht im Ziel

Einziger Porsche ohne Zielankunft war der GT3 R mit der Startnummer 112, auf dem Armin Hahne, Marc Gindorf und Doppelstarter Jochen Krumbach gemeldet waren. Nach einem guten Platz in der Startaufstellung endete der fünfte Umlauf der Serie für die drei langjährigen Nordschleifenracer schon in der dritten Runde, nachdem Startfahrer Gindorf zunächst Brandgeruch bemerkte und dann eine abfallende Motorleistung. Im Bereich „Flugplatz“ stellte er den Wagen ab, der im Heckbereich brannte. Das Feuer, dessen Ursache ab morgen in der Werkstatt in Meuspath erst noch ermittelt werden muß, konnte schnell gelöscht werden.

Manthey dominierte Cup-Klasse

Mark Porsche, Jochen Krumbach und Christian Menzel fuhren auf dem mit einer großen österreichischen Flagge beklebten GT3 Cup in die Top 10! Mit Rang zehn im Gesamtklassement war Startnummer 660 somit der fünfte von Manthey eingesetzte Porsche unter den ersten zehn! Zugleich sicherte sich das Trio den Sieg in der mit dreizehn genannten Fahrzeugen überaus wettbewerbsintensiven Klasse!

Kaum schlechter machten es Wolfgang Kohler, Frank Kräling und Doppelstarter Christian Menzel, die auf Startnummer 670 erst zum zweiten Mal in dieser Saison an den Start gingen. Nahezug über das gesamte Rennen gab es einen sehenswerten Wettbewerb mit dem 660er Cup-Auto um den Klassensieg. Mit Gesamtrang elf verpaßte das völlig erschöpfte Trio nur ganz knapp den Sprung in die Top 10, sicherte sich aber den Sprung auf das Klassenpodest.

Der im „Hippie“-Look beklebte dritte Cup-Elfer aus Meuspath mit Gary Williams, Daniel Cooke und Julian Perry komplettierte auf dem tollen Rang 14 als siebter Porsche der Manthey-Flotte den großartigen Teamerfolg! Die Hobbyracer aus England wurden noch am Freitag von einem Getriebeschaden eingebremst, zeigten sich jedoch den hohen Temperaturen am Samstag gewachsen, was einen klatschnaßgeschwitzten Perry zu der Aussage veranlaßte, Engländer könnten bei Hitze viel besser autofahren als fußballspielen!

Tiemann geht es besser

Die Genesung von Manthey-Stammpilot Marcel Tiemann macht weiter gute Fortschritte. Unlängst konnte der gebürtige Hamburger aus dem Uni-Klinikum Großhadern in die Reha-Klinik Bad Aibling verlegt werden, wo seine Behandlung plangemäß fortgesetzt wird. Froh über die langsamen Schritte der Besserung seines langjährigen Stammpiloten ist Olaf Manthey: „Jeder kann sich leicht ausmalen, daß es viel Zeit und vor allem Geduld braucht, bis es Marcel wieder besser geht. Er steht jetzt jeden Tag für ein paar Minuten auf und auch das Zähneputzen gelingt ihm selbst. Jedes neue positive Signal aus Bayern nehmen meine Frau Renate und ich dankbar wahr!“

Das nächste Rennen

Der sechste Lauf des Jahres findet bereits in zwei Wochen, am 17. Juli, statt. Im Rahmen der Nürburgring Performance Days führt das 33. RCM DMV Grenzlandrennen über die Distanz von vier Stunden. Am Abend nach dem Rennen lädt die VLN zum großen Sommerfest im Eifeldorf ‚Grüne Hölle’ ein. Bei Livemusik - unter anderem von Rage-Gitarrist Victor Smolski, der mit befreundeten Musikern spielen wird - sind alle Fans, Helfer, Sportwarte und Teilnehmer herzlich eingeladen, den Renntag in ausgelassener Atmosphäre ausklingen zu lassen.
 


 
die folgenden Renntermine 2010
  • 17.07. - 33. DMV Grenzlandrennen
  • 31.07. - 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen
  • 25.09. - 42. ADAC Barbarossapreis
  • 16.10. - 34. DMV 250-Meilen-Rennen
  • 30.10. - 35. DMV Münsterlandpokal