MANTHEY RACING. Ready for your Porsche!
19.07.2010

Haribo Team Manthey holt ersten Gesamtsieg!

Manthey mit zwei GT3 R auf dem Treppchen

Meuspath/Nürburgring - Mit dem vierten Gesamtsieg eines von Manthey eingesetzten Porsche 911 GT3 in der Saison 2010 ging am Samstag das Grenzlandrennen auf dem Nürburgring zu Ende. Christian Menzel und Lance David Arnold siegten auf dem Haribo-GT3 R mit Startnummer 88 und setzten nach spannenden vier Stunden den schnellsten Goldbär der Welt erstmals an die Podiumsspitze der Langstreckenmeisterschaft!

"Da strahlte der Goldbär"

Arnold und Menzel strahlten mit dem Haribo-Goldbär um die Wette: Nach vier Stunden und zwei Minuten wurde das Duo des Haribo Team Manthey mit einem Vorsprung von fast einer halben Minute vor dem Zweiplazierten abgewinkt! Zum Start in die zweite Saisonhälfte der VLN plazierten die beiden Porschepiloten erstmals einen Haribo-Porsche ganz oben auf dem Podium! „Ein tolles Gefühl“, jubelte Arnold. „Mein zweiter Gesamtsieg nach einer so langen sieglosen Zeit“. Der Haribo-Porsche duellierte sich von Rennbeginn an mit dem gelb-grünen Manthey-R und dem Audi R8, doch aufgrund unterschiedlicher Tankstrategien wechselte später die Führung mehrfach. Am Ende hatten Arnold und Menzel die Nase mit mehr als fünfundzwanzig Sekunden vorn. „Der Sieg war mehr als überfällig“, stellte Arnold selbstbewußt fest. „Unser ganzes Team hat von Beginn des Jahres an sehr hart gearbeitet und den Erfolg haben wir uns mehr als verdient.“ Nach einigen Podestplätzen in der ersten Saisonhalbzeit, war der Sieg am Samstag der bis dato größte Erfolg des erst zu Beginn des Jahres neu aufgestellten Haribo Team Manthey. „Ich habe wohl in meinem Stint ein wenig viel Sprit verbraucht, mußte sehr früh die Reservepumpe einschalten und deshalb haben wir ein paar Liter mehr einfüllen müssen, die uns beim Boxenstopp knapp zwei Sekunden gekostet haben,“ erläuterte Arnold. Im Zweikampf von Co Menzel mit dem R8 behielt der ehemalige Carrera-Cup-Meister locker die Oberhand, so daß nach dem letzten Boxenstop Arnold mit 33 Sekunden Vorsprung wieder auf die Strecke zurückkehrte. Kurz vor halb vier fuhr der Duisburger dann an die Box zum letzten Splash-n-Dash, behielt aber die Führung sicher bis zur Querung der Ziellinie als Gesamtsieger.

Eine Premiere gab es im zweiten Haribo-Porsche: Opel-Stammpilot Ralf Schall formierte sich zusammen mit Mike Stursberg kurzfristig zum neuen Fahrerduo, da Hans-Guido Riegel krankheitsbedingt nicht ins Volant greifen konnte. Sein Premieren-Rennen in einem Porsche beendete Schall mit Co Stursberg auf einem überaus respektablen Platz sechs. „Ich wollte immer schon einmal erfahren, wie es ist, einen Porsche hier zu fahren“, erklärte der sympathische Astratreiber. „Irgendwann habe ich Olaf angerufen, ihm von meinem Wunsch erzählt, denn wenn’s um Porsche auf dem Nürburgring geht, gibt es nur eine Adresse – und nun hat es geklappt, das ist einfach toll! Vielen Dank an HG Riegel und Olaf Manthey für ihr Vertrauen! Für mich war es eine großartige Erfahrung und ich hoffe, nicht die letzte auf einem Elfer, denn ich habe mich sehr wohl gefühlt, auch wenn ich mir angewöhnen muß, weniger aggressiv zu fahren, so wie ich es vom Astra gewohnt bin.“

"Der Dicke" im Unfallpech

Romain Dumas und Arno Klasen sicherten sich zunächst im Zeittraining am Samstagmorgen mit einer Rundenzeit von 8:11,126 Minuten die Pole-Position! In den ersten Rennrunden entbrannte dann ein überaus sehenswerter Kampf mit dem Haribo-R von Arnold/Menzel und dem Audi R8 um die Spitze, ehe Dumas im dritten Umlauf auf einer Flüssigkeitsspur als Folge eines Unfalls im Streckenabschnitt Klostertal von der Strecke rutschte und heftig einschlug. Damit war das Rennen mit dem dreifachen Siegerwagen der laufenden Saison vorzeitig beendet. „Auf einer Ölspur habe ich die Kontrolle verloren und bin dann in die Leitplanken eingeschlagen“, faßte der diesjährige LeMans-Sieger das turbulente Ereignis zusammen. „Ich hing direkt hinter dem R8, als der im Streckenabschnitt Klostertal plötzlich einen Schlenker machte.“ Der führende Audi-Pilot hatte die Ölspur gesehen, doch der an der Audi-Heckschürze klebende Dumas hatte keine Chance und erwischt im fünften Gang fahrend die Spur voll, so daß der unvermeidbare Einschlag folgte.

Erstes Podium für Startnummer 112

Zu ihrem ersten Podiumserfolg in diesem Jahr fuhren Armin Hahne sowie die Doppelstarter Jochen Krumbach und Marc Gindorf. Ebenfalls in einem GT3 R von Manthey-Racing unterwegs, fehlte dem Trio am Ende knapp fünf Minuten auf die Spitze. Ringfuchs Hahne war jedoch mit dem ersten Podiumsrang der Startnummer 112 zufrieden: „Endlich hat es geklappt! Wir haben im Gegensatz zu unseren Porsche-Mitstreitern einen anderen Reifenpartner und verbessern uns Schritt für Schritt. Der Abstand auf die Spitze ist unbestritten vorhanden, aber ich bin zuversichtlich, daß dies nicht unsere letzte Podiumsplazierung in diesem Jahr gewesen ist.“ Der maßgeblich von iRest und Moskovskaya unterstützte Renner aus Meuspath hat sich unterdessen zum Designfavoriten gemausert – sein „Nadelstreifenlook“ kommt bei den zahlreichen Porschefans besonders gut an.

Wochenspiegel-R im Training verunfallt

Den Start des Rennens verpaßte der GT3 R von Georg Weiss, Oliver Kainz und Michael Jacobs. Hatte der Wagen einen Reifenschaden am Freitag während der Einstellfahrten noch problemlos überstanden, wurde das Team am Samstag kurz nach Start des Trainings von einem schweren Einschlag des Elfers überrascht. Im fünften Gang auf der GP-Strecke unterwegs, brach Weiss das Heck des R ohne Fremdeinwirkung weg und ein überaus heftiger Einschlag folgte. Weiss entstieg der Startnummer 110 zwar unverletzt, doch ist derzeit noch nicht sicher, ob der Schaden bis zum Saisonhöhepunkt behoben werden kann. „Wir werden alles tun, um Georg den Wagen in zwei Wochen wieder zur Verfügung zu stellen“, machte Olaf Manthey deutlich. „Doch so schön die beiden Autos auf dem Gesamtpodest sind, so schwierig ist die Tatsache, daß wir beim 6. Lauf sage und schreibe vier Autos durch teils heftige Unfälle verloren haben. Da werden zwei Wochen auf einmal verdammt eng.“

Cup-Klassen-Fahrzeuge im Wechselbad der Gefühle

Des Einen Leid, ist des Anderen Freud! Ganz unterschiedlich erlebten die drei Cup-Auto-Mannschaften den Start in die zweite VLN-Saisonhälfte.
Als bestes Cup-Auto im Training nahmen Mark Porsche, Jochen Krumbach und Rainer Holte das Rennen auf, doch so erfolgreich der Rennsamstag für das Trio begonnen hatte, so schnell und gleichermaßen heftig endete er in der ersten Kurve: Startfahrer Krumbach wurde am Heck seines Elfers angestoßen und der Wagen brach gleich unkontrolliert aus. Doch kaum stand der Nordschleifenkenner, trafen ihn zwei Verfolger nacheinander mit voller Wucht. Gottlob unverletzt konnte Krumbach dem total demolierten Porsche entsteigen.
Der zweite von Manthey-Racing eingesetzte Cup-Elfer mußte nach zwei Runden seinen Einsatz abbrechen. Der im „Hippie“-Look beklebte und mit Gary Williams, Tim Raven und Julian Perry besetzte Porsche verunfallte auf der GP-Strecke nach einem Dreher. Dennoch kehrten die drei Piloten zufrieden nach London zurück, war es Ihnen doch am Freitag und Samstag im Training gelungen persönliche Bestzeiten aufzustellen.
Die Cup-Fahne hoch hielt somit Startnummer 670, von Wolfgang Kohler, Daniel Cooke und Marc Gindorf pilotiert kämpften sich die drei Rennamateure in die Top 10 hinein, überquerten als Gesamtneunte die Ziellinie und holten sich verdient einen Platz auf dem Cup-Klassenpodest.

Das nächste Rennen

Am 31. Juli findet der Saisonhöhepunkt, das 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen, statt. Dabei wird Manthey-Racing versuchen die Erfolgsserie der letzten Jahre fortzusetzen.
 


 
die folgenden Renntermine 2010
  • 31.07. - 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen
  • 25.09. - 42. ADAC Barbarossapreis
  • 16.10. - 34. DMV 250-Meilen-Rennen
  • 30.10. - 35. DMV Münsterlandpokal