MANTHEY RACING. Ready for your Porsche!
27.09.2010

Manthey holt sechsten Gesamtsieg im achten Rennen!

Hattrick für den HARIBO-GT3 R im Goldbären-Design

Meuspath/Nürburgring - Am Ende war es dann doch wieder ein von Manthey vorbereiteter Porsche 911 GT3, der die Ziellinie als Erster überquerte: Mit dem sechsten Gesamtsieg eines von Manthey eingesetzten Porsche 911 GT3 in der Saison 2010 ging am Samstag der achte Lauf zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring zu Ende! Richard Westbrook und VLN-Rückkehrer Lucas Luhr siegten auf dem HARIBO-GT3 R mit der Startnummer 88 und machten nach drei Stunden den Sieges-Hattrick für den schnellsten Goldbären der Welt perfekt! Und auch der zweite Podiumsplatz war für ein Fahrzeug aus Meuspath reserviert – Romain Dumas und Arno Klasen schrammten mit nur einer halben Minute Rückstand am Sieg vorbei!

Über 200 Starter machten den achten Lauf zu einem außerordentlichen Saisonhöhepunkt, zumal mit Mercedes ein weiterer Hersteller zum allerersten Einsatz ausrückte. Doch nach knapp mehr als drei Stunden Renndistanz wurde der 42. ADAC Barbarossapreis von der Rennleitung vorzeitig mit der Roten Flagge aus Sicherheitsgründen abgebrochen, da sich eine Reihe von Unfällen ereignet hatte. Insgesamt kamen 40 Fahrzeuge nicht in die Wertung.

Aufgrund von Verzögerungen im Training, senkte sich die Startflagge erst um fünf vor halb eins. Sogleich entbrannte ein spannender Dreikampf an der Spitze, der nach dem Ausscheiden der Wettbewerber mit dem Stern und den vier Ringen im Kühlergrill ein teaminterner Kampf der schnellsten Manthey-Porsche werden sollte. Schon nach Absolvierung der ersten Runde setzte sich an der Spitze des Feldes ein 3er Express mit Luhr, Kainz und Dumas ab.

114 macht Manthey-Doppelsieg komplett

In der Folge wechselten sich auf dem ersten Platz der HARIBO-R und der gelb-grüne R mit der Startnummer 114 ab. Nach über zwei Stunden festigte zunächst Klasen seine Führungsposition im direkten Duell gegen Westbrook mit schnellen Rundenzeiten. Ein Reifenschaden machte dem Duo Klasen/Dumas jedoch einen Strich durch die Siegesrechnung. „Wir waren wirklich gut unterwegs und ich kann mit meinen Rundenzeiten mehr als zufrieden sein“, kommentierte Klasen nach dem Rennen. „Wenn das Rennen reguläre vier Stunden gedauert hätte, wäre für Romain und mich trotz des unplanmäßigen Reifenstopps noch der Sieg drin gewesen.“ Bis zum Zeitpunkt der Reifenpanne in Runde neunzehn hatte das Duo das Rennen im Griff. Den Erfolg die schnellste Rennrunde in den Streckenasphalt gebrannt zu haben, konnte jedoch die beiden zumindest ein wenig über den zweiten Platz hinweg trösten.

HARIBO-Hattrick ist perfekt

Voller Freude war Lucas Luhr über sein erfolgreiches Comeback in der Langstreckenmeisterschaft: „Ein glücklicher Rennausgang. Ohne den Abbruch wäre es sicher noch einmal knapp geworden, weil wir im Vergleich zu unserem Schwesterfahrzeug mit einer ganz anderen Strategie unterwegs waren.“
Der Audi-Werkspilot kehrt für die letzten drei VLN-Rennen der Saison 2010 zu seinem alten Team aus Meuspath mit Freigabe der Ingolstädter zurück und mußte sich offenbar nicht wirklich umstellen, wie Gesamt- und Klassensieg eindrucksvoll zeigten. „Es ist fast so, als wäre Lucas nie wirklich fort gewesen“, stellte Olaf Manthey, der 2006 mit Luhr seinen ersten 24h-Sieg feiern konnte, lachend fest.

Für HARIBO machte der Sieg den Hattrick komplett! Mit unterschiedlichen Fahrern am Steuer zeigte der erste Platz vom Wochenende auch, wie entscheidend das Gesamtpaket eines Teams für den Rennerfolg und wie gut die Basis des Porsche 911 GT3 R tatsächlich ist.

Getrübt wurde der Erfolg ein wenig durch den Ausfall der zwei Wettbewerber von Audi und Mercedes gleich in der ersten Rennrunde. „Schade, daß sich der R8 und der SLS so früh verabschiedeten, so haben wir wieder einmal den Sieg auf dem silbernen Tablett überreicht bekommen“, hielt Teamchef Olaf Manthey direkt nach Rennende fest. „Unser heutiger Erfolg wäre ungleich schöner, hätten wir unsere Stärke als Team im direkten Fight mit den beiden süddeutschen Herstellern unter Beweis stellen können!“

112 knapp am Podest vorbei

Für Armin Hahne, Jochen Krumbach und Marc Gindorf führte der Weg  im dritten von Manthey-Racing eingesetzten Porsche GT3 R knapp am Podium vorbei. Das Trio wurde Opfer des Rennabbruchs nach drei Stunden, denn mit großen Schritten kamen die drei gestandenen Nordschleifenkenner der drittplazierten Corvette näher. Schon zuvor hatten die drei Manthey-Piloten ein furioses Rennen absolviert, denn die falsche Reifenwahl bescherte zunächst nur Platz 37 in der Startaufstellung. „Wir haben das Training verwachst, aber dann ist Marc toll bis auf Platz 12 vorgefahren, und dann ging es sukzessive weiter nach vorne“, konstatierte Hahne. „Wir hätten gerne wie beim 6h-Rennen das Podium zu einem reinen Manthey-Podest ergänzt. Der vierte Platz ist halt immer sehr undankbar.“

Wochenspiegel-Porsche landet auf Rang 6

Eine erfolgreiche Zielankunft verzeichneten Georg Weiss, Oliver Kainz und Michael Jacobs, zumal Startfahrer Kainz in der Anfangsphase voll mit den beiden führenden mitgehen konnte. Nachdem Unfallpech zuletzt, war der sechste Gesamtrang ein schöner Motivationsschub für das Team, welches beim kommenden Event wieder auf Peter-Paul Peitsch zählen kann.
Zuviele Autos, zu viele Anfänger, zu viele Unfälle – auf diesen Dreisatz kam ein verärgerter Jacobs nach dem Rennen und sprach damit eine Thematik an, die viele Piloten am Wochenende beschäftigte. „Was da heute auf der Strecke los war, ist der helle Wahnsinn! Da kommst Du mit weit über 200 km/h angeflogen, und vor Dir schaut sich offenbar ein Novize erst einmal gemütlich die Streckenumgebung an, ohne Anstalten zu machen Überholwilligen Platz zu machen. Daß am Ende soviel Schrott auf und neben der Strecke liegen bleibt, daß sogar ein Rennabbruch erfolgen muß, kann nur Kopfschütteln erzeugen! Ich hoffe, die Verantwortlichkeiten ziehen die Konsequenzen aus diesen Vorfällen!“

HARIBO-CupS mit neuem Fahrerduo

Tim Bergmeister wechselte sich beim Rennen erstmals mit Stammpilot Mike Stursberg ab, nachdem Hans-Guido Riegel immer noch krankheitsbedingt aussetzen mußte. Mit einer tollen Trainingsleistung ließ das Duo aufhorchen, und so standen die Chancen nicht schlecht, auch den zweiten Porsche im Goldbären-Design unter die Top 10 zu bringen. Obwohl sich Stursberg die Seele aus dem Leib fuhr, blieb letztendlich der zwölfte Platz das erreichbare Maximum. „Zu dritt hätten wir vielleicht Rang 7 erreichen können“, machte Stursberg deutlich. „Der CupS ist ein ehrliches Auto, das ich gerne fahre, aber die R gehen einfach besser. Insofern sind wir mit den bisher in der Saison erzielten Resultaten sehr zufrieden!“

Zwei Cup-Porsche in den Top 20

Rainer Holte, Martin Ragginger und Arne Hoffmeister griffen ins Lenkrad des am Wochenende schnellsten Cup-Porsche von Manthey-Racing. Das erstmals in dieser Form gebildete Trio beendete das Rennen auf dem 14. Platz. Insbesondere für Ragginger gestaltete sich der Samstag sehr arbeitsreich. Der junge Österreicher war als Doppelstarter unterwegs, denn er unterstützte auch die Carrera Cup-Piloten Armindo und Tandy auf einem weiteren von Manthey genannten Elfer. „Im wahrsten Sinne des Wortes von einem Auto ins das andere an der Box stehende – also, das habe auch ich so noch nicht erlebt“, lobte Olaf Manthey das Engagement des Ex-Porsche-Juniors.

Wolfgang Kohler und Frank Kräling erhielten Unterstützung von Danny Cooke, der üblicherweise auf dem Cup-Porsche seines Freundes Williams unterwegs ist. Das Trio beendete nach exakt drei Stunden und sechs Minuten den achten Saisonlauf auf Platz 15 liegend.

Mehr wie Rang 32 war dieses Mal nicht für die Besatzung eines weiteren von Manthey vorbereiteten Cup-Porsche drin: Gary Williams und Julian Perry ließen es als Duo im neu aufgebauten 911 relaxt angehen. In Anbetracht der von vielen Fahrern beklagten zahlreichen Unfälle pushten die beiden Hobbyracer von der britischen Insel nicht zu hart, wollte man doch um jeden Preis einen weiteren Unfallschaden vermeiden.

Carrera-Cup-Favoriten debütieren erfolgreich auf der Nordschleife

Einen tollen Einstand auf der Nordschleife feierten die beiden Spitzenreiter im Porsche Carrera Cup Deutschland, Nicolas Armindo und Nick Tandy, bei ihrem kurzfristig angesetzten Ausflug in die Eifel auf dem neunten Elfer der Mantheyschen Rennwagen-Flotte. Zusammen mit Martin Ragginger fuhren die beiden VLN-Neustarter, die im Carrera Cup Kontrahenten sind,  gleich zum Sieg in der Klasse SP7! „Unser Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife ist eine einzigartige Gelegenheit die faszinierende Nürburgring-Nordschleife kennenzulernen“, sagten die beiden Nordschleifen-Novizen Armindo und Tandy. „Bis gestern hatte ich hier in der Eifel gerade einmal zwei Runden mit einem Serienauto gefahren“, wußte Tandy lachend zu berichten. „Das war ein Mietwagen und zwar ein Fiat Panda mit drei Personen und drei Koffern an Bord.“ Teamkollege Armindo ergänzte grinsend: „Schon beim Training hatte ich eine Menge Spaß am Streckenprofil der Nordschleife. Einige Sektionen wollte ich schneller fahren, aber der Verkehr ließ es nicht zu. Das habe ich mir dann für’s Rennen aufgehoben, gottlob ging das Ganze ohne Crash aus.“ Auch vom Teamchef gab es nach dem Rennen anerkennende Worte: „Ein Klassensieg beim ersten Einsatz hier verdient Hochachtung! Daß Raggi hier Topzeiten fährt ist klar, aber Nicolas und Nick waren schnell und haben dennoch den Wagen in einem Stück zurückgebracht.“
Der einmalige Einsatz des Ex-Supercup GT3 Cup diente auch dazu eine Performance-Einstufung des 2010er Cup-Porsches für das Reglement der VLN-Langstreckenmeisterschaft in 2011 zu ermitteln. Daher war das Fahrzeug mit einer Restriktorplatte unterwegs.

VLN on tv

Eine 30-minütige Zusammenfassung des Rennens zeigt der Sender Sport 1 am 2. Oktober um 9:45 Uhr.

Das nächste Rennen

Der neunte Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring, das 34. DMV 250-Meilen-Rennen des AC Monheim, findet am 16. Oktober statt. Im Rennen über die Distanz von vier Stunden steht dann vor allem der spannende Kampf um die Meisterschaft im Fokus.

die folgenden Renntermine 2010

  • 16.10. - 34. DMV 250-Meilen-Rennen
  • 30.10. - 35. DMV Münsterlandpokal

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