MANTHEY RACING. Ready for your Porsche!
20.10.2010

Manthey erneut auf dem Podium!

Vier Manthey-Elfer trotz vierstündigem Reifenroulette in den Top 10

Meuspath/Nürburgring - Mit einem tollen Teamresultat beendete Manthey-Racing den neunten Lauf der VLN-Meisterschaft 2010! Mit vier Porsche 911 GT3 gelang der Sprung in die Top 10 des Gesamtklassements, wobei der gelb-grüne „Dicke“ mit der Startnummer 114 als der schnellste Elfer der Truppe aus Meuspath mit einem Podestplatz das erfolgreiche Wochenende beendete.

Über 190 Starter machten den neunten Lauf zu einem außerplanmässigen Saisonhöhepunkt, zumal zwei Mercedes-AMG SLS, drei Audi und drei BMW antraten. Knapp vor Beendigung der vollen vierstündigen Renndistanz wurde das 34. DMV 250-Meilen-Rennen von der Rennleitung vorzeitig mit der Roten Flagge aus Sicherheitsgründen abgebrochen, da Petrus Teilbereiche der Strecke mit Graupel eindeckte. Bei regnerischen Verhältnissen erlebten die VLN-Fans packenden Motorsport. Audi R8 LMS, BMW Z4 GT3, Porsche 911 GT3 R und SLS AMG GT3 wechselten sich mehrfach an der Spitze ab. Dabei spielte die Reifenstrategie bei wechselnden Streckenverhältnissen eine große Rolle. Kurz vor Rennende entschied sich die Rennleitung bei einsetzendem Graupelschauer das Rennen vorzeitig zu beenden. Da zu diesem Zeitpunkt mehr als 160 Minuten Renndistanz absolviert waren, ging das Rennen gemäß Artikel 5.2 der Ausschreibung mit voller Punktzahl in die Meisterschaftswertung ein.

Der „Dicke“ als schnellster Porsche

Die schwierigen Wetterverhältnisse machten es auch den Profis aus Meuspath schon im Training alles andere als leicht. Mehr als Platz zwölf war im Training für den gelb-grünen und neben Arno Klasen mit zwei Werkspiloten besetzten 911er mit der Startnummer 114 nicht drin. Doch schon nach Senken der Startflagge biß Manthey-Heimkehrer Lucas Luhr heftig in den Lenkradkranz und brannte Zeiten in den feuchten Streckenasphalt, die nur ungläubiges Staunen hinterließen. Die schlechte Startposition motivierte Luhr derart, daß er schon nach sechs Runden die Führung des Feldes übernahm. Nach etwa eineinhalb Stunden trocknete die Strecke merklich ab, so daß Co Timo Bernhard auf Slicks die Boxengasse verließ. Damit reihte sich Manthey-Racing in die Gruppe derjenigen Teams ein, die mit einer eher aggressiven Reifenstrategie auf’s Podium fahren wollten. Doch Petrus hatte anderes im Sinn und sandte ein ums andere Mal neue Schauer an den Ring. Dem später dann führenden SLS dicht auf den Fersen sah es lange so aus, als würde Nummer 114 noch den Sieg einfahren können, doch der wetterbedingte Abbruch knapp 15 Minuten vor dem regulären Rennende, machte die Sieghoffnungen zunichte. „Wir haben ein Mal zu häufig die Reifen gewechselt“, räumte Luhr nach dem Rennen ein. „Aber bei diesen Wetterkapriolen war die Strategie ein Glücksspiel – typisch Eifel. Es hätte auch klappen können. In zwei Wochen wollen wir die Revanche.“

Wochenspiegel-Porsche knapp am Podium vorbei

Hinter der Spitze fuhren Georg Weiss, Oliver Kainz und Michael Jacobs im Porsche 911 GT3 R des Wochenspiegel Team Manthey auf einen tollen vierten Platz. Stolz faßte Weiss dann auch zusammen: „Unter diesen Bedingungen sind wir ein Riesenrennen gefahren! Platz drei wäre möglich gewesen, aber bei diesem starken Umfeld aus werksunterstützten Teams und Werkspiloten und noch dem vierstündigen Reifenpoker on top ist ein vierter Gesamtrang etwas, auf das wir drei mächtig stolz sind.“ Für einen Schreck sorgte gegen Rennende die Nachricht, daß dem Porsche mit der Startnummer 110 eine Runde wegen Überholens unter Gelb abgezogen wird. Kainz konnte jedoch mittels Videobeweis darlegen, daß dem nicht so war, so daß die Rennleitung von einer Bestrafung absah.

112 mit Problemen im Regen

Für Armin Hahne, Jochen Krumbach und Marc Gindorf führte der Weg  im dritten von Manthey-Racing eingesetzten Porsche GT3 R dieses Mal nicht auf’s Podium. Das Trio hatte sehr mit den nassen Bedingungen zu kämpfen, zumal die richtige Wahl der Pneus einfach nicht gelingen wollte. „Wir hatten alle ein wenig das große Fragezeichen im Gesicht, denn die letztjährigen Erfahrungen mit unseren japanischen Reifenpartnern waren prima“, versuchte Hahne zu erklären. „Aber hier auf der Nordschleife ist einfach alles möglich und jede Runde bringt uns Piloten einen anderen Fahrbahnzustand – mit dem einfachen Griff ins Regal klappt es hier nicht.“ Zuversichtlich blickt man jedoch dem Saisonfinale entgegen, nachdem die Plazierungen der letzten Läufe einen Aufwärtstrend erkennen ließen.

Platz 10 für bestes MR-Cupauto

Christian Menzel, Wolfgang Kohler und Frank Kräling trieben am Samstag ihren Cup-Elfer in die Top 10. Zeitweilig gar auf dem siebten Gesamtrang unterwegs, landete das Trio auf dem Klassenpodest und ließ auch weitaus stärker motorisierte Rennfahrzeuge hinter sich. Mit der Startnummer 670 landete der vierte Porsche aus Meuspath unter den zehn Schnellsten des Wochenendes.

CupS hält HARIBO-Fahne hoch

Als Trio nahmen sich Mike Stursberg, Lance David Arnold und Hans-Guido Riegel viel für’s Wochenende vor. Mit Startplatz 9 waren die Voraussetzungen bestens für eine vordere Rennplazierung. Doch schon kurz nach dem Start wurde Startfahrer Stursberg recht unsanft von einem der beiden SLS um die eigene Achse gedreht. Erst mußte er daraufhin die gesamte erste Startgruppe an sich vorbeiziehen lassen, um anschließend zu einem Check in die Boxengasse anstatt auf die Nordschleife abzubiegen. Weit hinten im Feld liegend nahm der HARIBO-CupS die Verfolgung wieder auf. „Natürlich bin ich sauer, daß es uns gleich ein paar hundert Meter nach dem Start erwischt hat“, gab Stursberg offen zu. „Doch ein Platz 16 für sich genommen mag nach nichts aussehen, wenn man aber weiß, von wo aus wir dorthin gelangt sind, können wir sehr stolz auf unsere fahrerische Leistung sein!“

Auf deutlich aussichtsreicher Position war der zweite HARIBO-Elfer unterwegs. Für Lance David Arnold, Christian Menzel und Richard Westbrook sah es lange sehr gut aus - ein Platz auf dem Gesamtpodium schien schon für den 6h-Siegerwagen reserviert! Die Wetterkapriolen wurden jedoch in Runde 16 Westbrook zum Verhängnis, als unversehens starker Regen über ihn hereinbricht. „Ich war im dritten Gang unterwegs auf Slicks. Alles sah bis dahin eigentlich gut aus, zumal ich auf Platz eins lag und mir sicher war, daß wir das Rennen auch gewinnen können, und dann schüttet es auf einmal derart stark, daß ich den Wagen nicht mehr halten konnte“, berichtete ein sichtlich enttäuschter Westbrook nach der Rückkehr an die Box. Die Beschädigungen an Startnummer 88 nach dem Einschlag in die Leitplanken sind nicht unerheblich, werden aber bis zum Lauf in zwei Wochen behoben sein, auch wenn der Wagen auf die Richtbank muß.

Weitere Cup-Porsche im Pech

Für Rainer Holte, Jochen Krumbach und Arne Hoffmeister war das Rennen schon vor dem Start zu Ende. Ein Einschlag im Training von Holte bedeutete das Aus.

Auch den englischen Freundeskreis um Gary Williams erwischte das Waschküchenwetter am Ring auf dem falschen Fuß. Bemüht, der Wagen nach einem jüngst erfolgten Neuaufbau nicht wieder zu beschädigen, landete man abgeschlagen auf den hinteren Plätzen.

VLN on tv

Eine 30-minütige Zusammenfassung des 34. DMV 250-Meilen-Rennens zeigt der Sender Sport 1
am 23. Oktober um 9:45 Uhr.

Das nächste Rennen

Das Saisonfinale der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring findet am 30. Oktober 2010 statt.
Der 35. DMV Münsterlandpokal führt über die gewohnt Distanz von vier Stunden.

ausstehende VLN-Renntermine 2010

  • 30.10. - 35. DMV Münsterlandpokal