MANTHEY RACING. Ready for your Porsche!
17.10.2011

Manthey gewinnt zum 2ten Mal im goldenem VLN-Herbst !

Schon jetzt erfolgreichstes Team in der VLN-Saison 2011 / 3 Klassensiege beim 9. Lauf

Meuspath - Der goldene Oktober bringt Manthey Glück: Wie schon vor zwei Wochen landete der gelb-grüne GT3 R aus Meuspath bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel ganz oben auf dem Siegertreppchen der VLN!

Die stolze Teilnehmerzahl von 190 Fahrzeugen zog es am Samstag zum vorletzten Lauf der diesjährigen Langstreckensaison in die Eifel. Auch die Qualität des Feldes war beeindruckend; u.a. waren fünf Mercedes SLS und fünf Audi R8 LMS genannt. Petrus belohnte Teams und Fans gleichermaßen mit wolkenfreiem Himmel und strahlendem Sonnenschein. Nur die anfänglich niedrigen Temperaturen unterstrichen, daß der Winter nicht mehr fern ist.

Das Beste bei diesen Bedingungen holten im hochkarätigen Feld die Manthey-Stammfahrer Lucas Luhr und Arno Klasen heraus: Das Duo ging von einem „nicht optimalen“ Startplatz 21 aus ins Rennen, zeigte aber über die Renndistanz die beste Pace und sicherte der Mannschaft von Olaf Manthey den zweiten Gesamtsieg des gelb-grünen R in Folge und den dritten eines unter MR-Flagge laufenden Elfers in dieser Saison insgesamt! „Ein großes Lob an die Manthey-Truppe, die nach Geräuschen im zweiten Gang im Training das Getriebe bis zum Rennstart in Rekordzeit wieder auf Vordermann gebracht hat“, lobte Luhr. „Wir sind von Position 21 aus gestartet und haben gewonnen - fantastisch. In der Schlussphase musste ich alles geben, um mir Chris vom Leib zu halten.“ Den Grundstein für den späteren Erfolg legte Wahlschweizer Luhr gleich nach dem Start. Aus der zehnten Startreihe katapultierte er die motorsportliche Speerspitze aus Meuspath hinein in die Top 10. Unglaubliche elf Wettbewerber hatte er bereits nach dem allerersten Umlauf hinter sich gelassen! Gleich sieben Topautos schnappte sich Luhr auf den ersten vier Kilometer noch bevor das Feld zum ersten Mal auf die Nordschleife einbog.

Der neunte Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring wurde nach 70 Minuten mit der Roten Flagge unterbrochen. „Zu diesem Zeitpunkt hatten sich unabhängig voneinander mehrere Unfälle ereignet und es waren alle Streckensicherungsfahrzeuge im Einsatz“, erklärte die Rennleitung. „Die Sicherheit war so nicht mehr gewährleistet, so dass wir uns gezwungen sahen, das Rennen zu unterbrechen.“ Der Re-Start erfolgte um 14:57 Uhr, die Restdistanz wurde auf 2:20 Stunden festgelegt. In der Addition lagen Luhr und Klasen schlussendlich 4,524 Sekunden vor den Zeitplatzierten.

An der Seite von Luhr kletterte Klasen am vergangenen Samstag zum nunmehr 26. Mal in seiner Karriere die oberste Stufe des Siegertreppchens und schließt damit stetig in der ewigen Bestenliste zu Teamchef Olaf Manthey auf, der wie Jürgen Alzen und Ulli Richter noch zwei Gesamtsiege mehr auf seinem Konto hat. Für 2012 hat Klasen also eine klares Ziel vor Augen: „Wann genau es mir gelingt Olaf zu überholen, ist aus heutiger Sicht zweitrangig. Ich habe die Liste natürlich im Hinterkopf, doch ist jeder Sieg mit den Jungs aus Meuspath, mit denen ich nun seit 2004 eng verbunden bin, ein wertvoller!“

Auch Teamchef Olaf Manthey zeigte sich zufrieden und lobte ausdrücklich seine Mechanikercrew, die einen zu Beginn des Trainings aufgetretenen Getriebeschaden bis zum Start des Rennens behoben hatten: „Den Ein- und Ausbau des Getriebes sowie die eigentliche Reparatur in nur eineinhalb Stunden zu bewältigen, ist eine tolle Leistung! Ich hätte nicht gedacht, daß die Jungs das bis zur Einführungsrunde hinbekommen.“

Es hätte ein Doppelpodiumserfolg werden können, doch zwei Runden vor Schluß mußte Jochen Krumbach den Porsche 911 GT3 R im Nadelstreifen-Look am Rande der Strecke abstellen. Einen sicheren dritten Gesamtrang vor Augen, bedeutete ein Antriebswellendefekt das Aus für das über die gesamte Renndistanz schnelle Duo Krumbach und Wlazik. Besonders um Philipp Wlazik tat es Teamchef Manthey leid: „Philipp feiert heute seinen Geburtstag und es wäre das schönste Geschenk für ihn gewesen, zusammen mit Jochen das Rennen auf dem Podium zu beenden, vor allem nach dem vielen Pech, was unserer Startnummer 10 aus unerklärlichen Gründen seit dem Frühjahr an den Rädern klebt!“ Dabei hatte der Renntag so gut begonnen, denn der schwarz-weiße Porsche R-Elfer ging aus der ersten Startreihe ins Rennen. Krumbach konnte dabei seine persönliche Trainingsbestzeit um rund zwei Sekunden unterbieten - nur vier Zehntelsekunden trennten ihn von der Pole-Position. „Philipp und ich sind beide ein schönes sauberes Rennen gefahren. Ich konnte bis zum ersten Boxenstopp die ganze Zeit mit dem Mamerow-SLS mithalten. Auch Philipp hielt das Auto weiter auf Podiumskurs“, hielt der Pilot aus Eschweiler nach dem Rennen fest.

Kurz vor 16 Uhr endete der Traum von einer Top-3-Platzierung auch für den GT3 R im Goldbären-Look: Stetig auf den drei vorderen Plätzen zu finden, rutschte Richard Westbrook kurz nach der NGK-Schikane ins Abseits und prallte mit der rechten Fahrzeugseite hart in den Reifenstapel. Sichtbar beschädigt rettete sich der ehemalige Porsche-Werkspilot an die Manthey-Box, wo in Windeseile die gröbsten Beschädigungen beseitigt wurden. Ohne rechte Türhaut verließ der HARIBO-Porsche die Boxengasse nach etlichen Minuten, doch mehr als Rang 12 war letztendlich für den Briten und seinem Co. Mike Stursberg beim vorletzten VLN-Event des Jahres nicht zu holen.

Wieder einmal in den Top 10 und mit einem erneut überzeugenden Klassensieg in der Tasche, überquerte der Wochenspiegel-Porsche von Oliver Kainz, Michael Jacobs und Georg Weiss die Ziellinie nach 24 gefahrenen Rennrunden! Einige Plätze weiter vorne im Gesamtklassement wären für das Trio möglich gewesen, doch der Rennabbruch einige Minuten nach 13 Uhr machte die Strategie des SP7-Renners zunichte. „Wir sind in Runde 5 früher zum Tanken in die Box gefahren. Diesen Vorteil hätten wir sicher in einer Top-5-Platzierung umsetzen können, wäre die Rotphase nicht dazwischen gekommen!“ Für den Wochenspiegel-Porsche begann die Winterpause bereits nach dem neunten Lauf, da Weiss & Co. Zum Saisonfinale nicht antreten.

Auch der Dominator in der Klasse Cup 2 kam einmal mehr aus Meuspath: Zum fünften Male in der laufenden VLN-Saison fuhren Wolfgang Kohler und Frank Kräling an die Spitze der stark besetzten Klasse mit den Porsche 911 Cup-Fahrzeugen, dieses Mal wieder einmal unterstützt von Ringroutinier Christian Menzel, der mit einer sagenhaften Zeit von 8:23,347 den Cup-Elfer auf Startplatz 12 stellte. Noch vor vielen der zahlreich vertretenen und stark motorisierten SP9-Rennwagen, gelang dem Trio der Sprung auf den zehnten Gesamtrang.

Eine 30-minütige Zusammenfassung des Rennens wird am 19. Oktober um 17:30 Uhr auf dem Sender Sport 1 ausgestrahlt. Das Saisonfinale der VLN findet am 29. Oktober statt. Der 36. DMV Münsterlandpokal führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden.
 

Terminkalender 2011

  • 29.10. - 36. DMV Münsterlandpokal