MANTHEY RACING. Ready for your Porsche!
31.10.2011

Gelbgrüner VLN-Abschied mit Aus zur Halbzeit

HARIBO-GT3 R bestplatzierter Porsche

Meuspath - Den Hattrick fest vor Augen nahm der gelbgrüne Porsche GT3 R von Manthey-Racing am vergangenen Samstag furios Abschied von der VLN, der Nordschleife des Nürburgrings und den vielen wieder zahlreich angereisten Fans! Mit zwei sensationellen Topzeiten sicherte sich das Fahrerduo nicht nur die schnellste Rennrunde, sondern stellte im Training die Startnummer 11 auf die Pole Position!

Von der Pole aus gestartet, trieb Porsche-Werkspilot Lieb den GT3 R furios nach vorne. Seitens Manthey-Racing wollte man nichts unversucht lassen, das Saisonfinale und damit das dritte Rennen in Folge in der aktuellen Langstreckensaison zu gewinnen. Alles lief nach Plan und bald hatte der gelbgrüne Rennwagen einen beachtlichen Vorsprung herausgefahren. Doch nach 14 Runden kam unverhofft das vorzeitige Aus. Luhr fuhr den zweiten Stint, als der Vortrieb ausblieb. „Wir tippen derweil auf einen Antriebswellenschaden“, konstatierte Teamchef Olaf Manthey. „Zugern wäre ich mit einem Sieg in die Winterpause gegangen, nicht wegen der Team- oder Siegstatistik, sondern weil ich den Fans der Serie, dieser tollen Rennstrecke und unseres Teams zum Abschied gerne den Platz auf dem Podium gewidmet hätte.“

Als bester Porsche hielt der HARIBO-GT3 R beim Saisonfinale die Porsche-Fahne hoch! Richard Westbrook und Mike Stursberg überquerten nach knapp über vierstündiger Nordschleifenhatz als Gesamtvierte die Ziellinie. Auch wenn der Sprung auf’s Treppchen verpasst wurde, freute sich der Teamchef über die Performance insbesondere von Stursberg: „Mike ist heute als Amateur Rundenzeiten auf dem Niveau des Vollprofi Westbrook gefahren – eine Topleistung!“

In neuer Fahrerkonstellation ging der GT3 R im Nadelstreifen-Look an den Start. Stammfahrer Jochen Krumbach wurde erstmals von Arno Klasen und Oliver Kainz unterstützt. Krumbach hatte das Fahrzeug mit einer 8:12er Qualifikationszeit auf Platz fünf in der Startaufstellung geparkt. Startfahrer Kainz gaste gewohnt vehement an und übergab den Rennelfer an sechster Stelle liegend an Klasen.

Eine Top-5-Plazierung war schon fest eingeplant, als Klasen wegen eines Reifenschadens die Manthey-Box ansteuerte. „Ich habe wohl ein Trümmerteil im Bereich Bergwerk erwischt und mußte mich dann im ersten Gang vorsichtig an die Manthey-Box schleppen“, berichtete der enttäuschte Karlshausener. Aufgrund des Malheurs gingen wertvolle Minuten verloren, so daß der R als Fünfzehnter wieder ins Rennen ging. Jochen Krumbach nagelte fortan eine Top-Zeit nach der anderen in den Asphalt und bugsierte den Moskovskaya-Porsche noch auf den achten Schlussrang. „Das Pech der vergangenen Rennen hat uns auch heute nicht verlassen. Doch immerhin konnten wir auf den achten Gesamtrang vorfahren, was nach der verlorenen Zeit durch den Reifenschaden ein hartes Stück Arbeit war“, resümierte Krumbach nach dem Rennen. Eine Verletzung, die er sich beim Carrera-Cup-Lauf eine Woche zuvor in Hockenheim bei einem unverschuldeten Unfall in der letzten Runde zuzog, verhinderte, daß Stammpilot Philipp Wlazik zum Saisonfinale wie gewohnt ins Volant des GT3 R greifen konnte. Der Gladbecker zog sich im Badischen einen Muskelabriß im Fuß und eine Schleimbeutelverletzung zu.

Auch den siegwohnten Manthey-Vertretern in der Klasse Cup 2 war zum Saisonfinale das Glück nicht hold. Just in der gleichen Runde, als es die gelbgrüne Speerspitze erwischte, kam für Frank Kräling, Wolfgang Kohler und Christian Menzel das Aus in der vierzehnten Runde. Der Zuganker des rechten hinteren Rades war gebrochen, welches sich dann löste. „Als mich das Rad rechts überholte, wußte ich, jetzt knallt’s gleich“, erklärte Kräling später. „Der dann folgende Einschlag war unvermeidlich, doch zum Glück habe ich die Leitplanke nicht voll getroffen, so daß der Schaden nicht allzu groß ausfallen dürfte“.

In der VLN-Saison 2012 wird Manthey-Racing weiterhin Einsätze für Kunden auf Porsche 911 sicherstellen. „Unser Dicker wird hier jedoch nicht mehr fahren, das gilt für VLN als auch das 24h-Rennen“, stellte der erfolgreiche Teamchef nochmals nach dem Rennen fest, nachdem immer wieder an seinen diesbezüglichen Aussagen gezweifelt wurde. „Wir suchen nun im internationalen Motorsport eine Plattform, wo wir mit unseren eigenen Porsche-Rennern erfolgreich unterwegs sein können in der Zukunft. Die entsprechenden Details werden wir zu gegebener Zeit über unsere Homepage kommunizieren“.