MANTHEY RACING. Ready for your Porsche!
18.07.2012

Manthey neuer Tabellenführer der Int. GT Open

Podium beim Samstagsrennen - Feuer beim sonntäglichen Boxenstopp

Meuspath/Brand Hatch - Beim vierten Rennwochenende der International GT Open sicherte sich Manthey-Racing erneut die Tabellenführung! Zur Halbzeit der europaweit ausgetragenen Serie für GT-Sportwagen meldeten sich Nick Tandy, Marco Holzer und das Manthey-Team mit dem „Dicken“ an der Spitze von Fahrer- und Teamwertung zurück! Den Grundstein für den Erfolg legte das 24h-Rekordsiegerteam vom Nürburgring mit dem zweiten Platz im siebten Lauf auf der südenglischen Traditionsrennstrecke.

Porsche-Werksfahrer Marco Holzer und Carrera-Cup-Champion Nick Tandy zeigten auch beim vierten Rennwochenende der GT Open mit dem 911 GT3 RSR ihre Klasse! Dabei sorgte das Wetter einmal mehr für Abwechslung. Während des 70 Minuten langen Samstaglaufes regnete es in Strömen. Doch wie bereits zum Saisonauftakt in Portugal und beim Rennen auf dem F1-Kurs in Spa-Francorchamps, lieferten Lokalmatador Tandy und Co Holzer unter schwierigsten Bedingungen eine Topleistung ab: Vom zweiten Startplatz aus ins Rennen gegangen, übernahm Tandy die Führung und übergab das Steuer zum Fahrerwechsel in der Spitzenposition an Holzer. Der 23jährige musste allerdings 15 Handikap-Sekunden an der Box absitzen - eine reglementbedingte Folge des Sieges beim letzten Lauf der GT Open in Belgien.

Umso beeindruckender am Ende der zweite Rang des Duos, welches den von Weiss, Biedermann Motech und ratioparts unterstützten Porsche knapp zwei Sekunden hinter dem Führenden über die Ziellinie jagte: „Wenn wir eine Rennrunde mehr gehabt hätten, wäre es vielleicht sogar Platz eins geworden“, meinte Holzer. „Aber mit dem zweiten Platz haben wir wieder Punkte im Kampf um die Meisterschaft geholt - und das ist entscheidend.“

Auch das zweite Rennen am Sonntag über 50 Minuten begann vielversprechend, dieses Mal auf trockener Piste. Holzer kam vom fünften Startplatz und lieferte sich einen sehenswerten Kampf an der Spitze des Feldes, bis er schließlich die Führung übernehmen konnte. Beim Boxenstopp addierte sich dann aber zu den 25 Handikap-Sekunden ein weiterer Zeitverlust. Grund war ein Feuer im Heckbereich des Elfers, das sich zum Glück als harmlos herausstellte. „Wahrscheinlich hatte sich Gummiabrieb entzündet“, analysierte Teamchef Olaf Manthey. So jagte Tandy mit einer Runde Rückstand dem Feld hinterher und hatte bereits wieder drei Plätze gutgemacht, als eine Safety-Car-Phase den Vorwärtsdrang des Briten in Richtung Top 10 ein vorzeitiges Ende bereitete. „Doppeltes Pech in nicht einmal einer Viertelstunde, da war leider nicht mehr drin als Rang 12“, bilanzierte Tandy, der bei seinem Heimrennen im Fokus der rennbegeisterten Zuschauer stand. „Positiv ist aber festzuhalten, dass wir im Trockenen immer besser zurechtkommen. Das Team hat der Wagen top vorbereitet! Somit fahren wir mit Optimismus nach Frankreich.“

„Zur Halbzeit der Serie wieder ganz oben zu stehen, ist toll,“ kommentierte Teamchef Olaf Manthey die bisherige Teambilanz. „Wir hätten uns sogar noch ein wenig mehr in der Tabelle absetzen können, wenn der Boxenstopp am Sonntag reibungslos geklappt hätte! In sechs Tagen sitzen Nick und Marco bereits wieder am Steuer des Dicken, dann in Le Castellet, dann wieder mit dem Ziel auf’s Podium zu fahren!“

Unverändert „köchelt“ jedoch das Reifenthema: „Das Reglement schreibt Einheitsreifen der Marke Dunlop vor. Bei deren Entwicklung hatte augenscheinlich das Konzept des Porsche 911 keine große Beachtung gefunden, und so bauen die Pneus beim 911er auf der Hinterachse leider viel schneller ab, als bei den Fahrzeugkonzepten der Mitbewerber“, erklärte Manthey. „Zusammen mit Porsche haben wir diesen Punkt bei der GTO-Organisation als auch Dunlop dargelegt und hoffen auf ein schnelles Feedback, denn es geht hier nicht nur um die Performance, sondern auch um die Sicherheit meiner Fahrer!“

Die Läufe 9 und 10 der International GT Open werden am 21. und 22. Juli auf dem Kurs Paul Ricard im südfranzösischen Le Castellet ausgetragen.
 


 
Alle Informationen zur Serie, den Teams, den Fahrern, den Rennfahrzeugen und den Regeln erhalten Fans und Interessierte übrigens unter
www.gtopen.net und www.gtopen.tv!

In der 2006 erstmals ausgetragenen International GT Open gibt es pro Wochenende zwei Rennen mit identischer Punktevergabe – das erste am Samstag über 70 Minuten, das zweite am Sonntag über 50 Minuten. Zwei Fahrer wechseln sich im Auto ab. Für mehr Spannung an der Spitze sorgt ein Handikap-System. Die besten drei Fahrer der jeweiligen Rennen erhalten für den folgenden Lauf 15, zehn bzw. fünf Strafsekunden. Der Kalender der Rennserie umfasst insgesamt acht Veranstaltungen auf europäischen Rennstrecken.

Zu den Erfolgsfaktoren der International GT Open zählen das stabile technische Reglement und die Beschränkung der Kosten, etwa durch Einheitsreifen. Das Starterfeld ist in zwei Klassen aufgeteilt, die stärkere Kategorie Super GT und die Klasse GTS.

Super GT: Diese Klasse basiert auf dem FIA-GT2-Reglement, am Start ist der Porsche 911 GT3 RSR. Der besonders effiziente Sechszylinder-Boxermotor leistet in der Version für die International GT Open deutlich über 500 PS.
GTS: Sie basiert auf dem FIA-GT3-Reglement. Hier wird u.a. der Porsche 911 GT3 R eingesetzt, der nach Verbesserungen fürs neue Modelljahr nun 500 PS leistet.
 

Rennfahrzeug

NR. PILOTEN FAHRZEUG KLASSE
8 Holzer, Tandy 911 GT3 RSR Super GT

 

Terminkalender

  • Paul Ricard 22.07.2012
  • Hungaroring 09.09.2012
  • Monza 30.09.2012
  • Barcelona 04.11.2012