MANTHEY RACING. Ready for your Porsche!
01.10.2012

Manthey holt Podium in Monza

Alle Chancen auf Titelgewinne bleiben gewahrt

Meuspath/Monza - Bei den Läufen 13 und 14 auf dem italienischen F1-Kurs überzeugten Porsche-Werksfahrer Marco Holzer und sein britischer Teamkollege Nick Tandy einmal mehr im Porsche 911 GT3 RSR von Manthey-Racing. Das Duo holte sich bei schwierigsten Streckenbedingungen am Samstag im Königlichen Park zu Monza Platz drei – und damit vorübergehend die Tabellenführung zurück.

Der 70minütige Samstagslauf auf der 5,793 km langen Hochgeschwindigkeitsstrecke von Monza war ein echter Thriller – auch bedingt dadurch, dass die Strecke erst nass war, die Ideallinie dann nahezu abtrocknete und kurz vor Schluss wieder Regen einsetzte. Daher herrschte riesengroße Freude bei Manthey-Racing über den Podiumsplatz am Samstag. „Wir hatten im Qualifying beim Reifen-Poker verwachst“, erklärte Olaf Manthey. „Ich dachte, es würde schneller abtrocknen und so haben wir auf Slicks vertraut.“ Daher startete Tandy nur als Elfter. Der amtierende Meister des Carrera Cup Deutschland eroberte in der Folge mit einer Fahrt auf Messers Schneide Rang fünf, rutschte dann aber in einen Dreher und reihte sich erst als 14. wieder ein. Bis zum obligatorischen Fahrerwechsel war Kämpfernatur Tandy wieder Zehnter.

Mit Holzer am Steuer des gelb-grünen Manthey-Elfers ging es nicht weniger aufregend weiter. Der Deutsche fabrizierte fantastische Rundenzeiten und lag bereits in Schlagdistanz zum Ferrari der Hauptkonkurrenten um den Fahrertitel, als auch ihm bei einsetzendem Regen ein Ausrutscher passierte. Aber unverdrossen setzte Holzer anschließend die Jagd auf den dritten Podiumsplatz fort und wurde letztendlich für sein Engagement belohnt, da sich auch der Ferrari-Pilot in der letzten Runde drehte. „Das war ein brutales Rennen – immer mit 120 Prozent Einsatz“, sagte Holzer erschöpft, aber strahlend. „Nick hat uns über Funk gesagt, dass wir für meinen Stint auf Slicks umrüsten sollen. Die Strecke war aber noch unheimlich feucht, es war ein echtes Pokerspiel. Dass das Podium rausgekommen ist, ist gut für die Fahrerwertung.“ Mit dem dritten Platz schoben sich Holzer und Tandy vorübergehend wieder an die Spitze der Gesamtwertung.

Im Sonntagslauf, den Holzer als Zweiter in Angriff nahm, erhielten die Ambitionen bereits in der ersten Schikane einen Dämpfer. „Es war unheimlich eng. Ich musste die Lenkung aufmachen, sonst wäre es zu einer Kollision gekommen“, sagte Holzer. „Dabei kam ich auf die Kerbs und habe den Frontsplitter beschädigt. Das hat die Aerodynamik und die Höchstgeschwindigkeit beeinträchtigt, was hier in Monza besonders ärgerlich ist.“ Mit diesem Handicap reichte es nur zum fünften Platz, wobei Bruni/Leo als schärfste Verfolger den zweiten Platz belegten und jetzt mit 7 Punkten Vorsprung die Meisterschaft anführen.

Das Saisonfinale der International GT Open 2012 findet mit den Läufen 15 und 16 am 2. bis 4. November in Barcelona/Spanien statt. „In allen relevanten Wertungen haben wir unverändert gute Chancen in Spanien unsere erste Saison in dieser Serie erfolgreich abzuschließen“, stellte Teamchef Olaf Manthey vor der Abreise fest. „Ich blicke optimistisch Richtung Saisonfinale – und vielleicht ist ja auch Petrus dann auf unserer Seite.“
 


 
Alle Informationen zur Serie, den Teams, den Fahrern, den Rennfahrzeugen und den Regeln erhalten Fans und Interessierte übrigens unter
www.gtopen.net und www.gtopen.tv!

In der 2006 erstmals ausgetragenen International GT Open gibt es pro Wochenende zwei Rennen mit identischer Punktevergabe – das erste am Samstag über 70 Minuten, das zweite am Sonntag über 50 Minuten. Zwei Fahrer wechseln sich im Auto ab. Für mehr Spannung an der Spitze sorgt ein Handikap-System. Die besten drei Fahrer der jeweiligen Rennen erhalten für den folgenden Lauf 15, zehn bzw. fünf Strafsekunden. Der Kalender der Rennserie umfasst insgesamt acht Veranstaltungen auf europäischen Rennstrecken.

Zu den Erfolgsfaktoren der International GT Open zählen das stabile technische Reglement und die Beschränkung der Kosten, etwa durch Einheitsreifen. Das Starterfeld ist in zwei Klassen aufgeteilt, die stärkere Kategorie Super GT und die Klasse GTS.

Super GT: Diese Klasse basiert auf dem FIA-GT2-Reglement, am Start ist der Porsche 911 GT3 RSR. Der besonders effiziente Sechszylinder-Boxermotor leistet in der Version für die International GT Open deutlich über 500 PS.
GTS: Sie basiert auf dem FIA-GT3-Reglement. Hier wird u.a. der Porsche 911 GT3 R eingesetzt, der nach Verbesserungen fürs neue Modelljahr nun 500 PS leistet.
 

Rennfahrzeug

NR. PILOTEN FAHRZEUG KLASSE
8 Holzer, Tandy 911 GT3 RSR Super GT

 

Terminkalender

  • Barcelona 04.11.2012