MANTHEY RACING. Ready for your Porsche!
02.04.2007

Rennbericht Dt. Langstreckenmeisterschaft 1. Lauf 2007

Zwei Podiumsplätze für Manthey-Racing
Meuspather Team geht mit neuem Starterrekord in die VLN 2007

Meuspath/Nürburg – Mit sieben Fahrzeugen unter eigener Nennung startete das Team von Manthey-Racing am Wochenende in die neue Saison der Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring, darunter vier Fahrzeuge in der Special7 und drei 997er in der Cupklasse. Für das neue Topauto, den 997 RSR-MR, endete der erste Renntag jedoch bereits vor dem Senken der Startflagge.


Da lief alles noch wie am Schürchen:
Der neue RSR auf der Nordschleife

Obwohl mit der glücksbringenden Startnummer 111 wie schon 2006 angetreten, endete der erste Renneinsatz des RSR-MR schon im Training am Samstagvormittag, als Porsche-Werkspilot Marc Lieb, der sich den Einsatz mit Marcel Tiemann teilte, den rapiden Abfall des Öldrucks nach einem „ungut klingenden Geräusch“ bemerkte und den Wagen ausrollen lies. Mit Motorschaden wurde der Wagen daraufhin in die Werkstatt nach Meuspath verbracht, wo in der nächsten Woche die Ursache für den Kollaps gefunden werden soll. „Ich war gerade dabei vom 3. in den 4. Gang hochzuschalten, als ich das Geräusch wahrnahm. Mir war sofort klar, daß mehr passiert sein mußte. Das ist sehr schade, denn der Wagen lief einfach super!“

Das 24h-Gewinnerfahrzeug 2006 erwischte es noch schlimmer: Bei noch feuchter Strecke verlor Christian Haarmann im Bereich Galgenkopf die Kontrolle über den 996 GT3-MR und schlug derart heftig ein, daß ein Wiedersehen des Fahrzeuges kaum vor dem 3. VLN-Lauf zu erwarten ist. Haarmann entstieg dem Fahrzeug glücklicherweise unverletzt und führte das Malheur vor allem auf seine noch geringe Nordschleifen-Erfahrung auf dem 996 GT3-MR zurück: „Was Kilometer auf dieser Strecke angeht, trennen mich und meinen Co Armin Hahne Welten. Jetzt kam noch ein wenig Pech hinzu, und verschafft den Jungs vom Manthey-Team ungewollt mehr Arbeit über Ostern, als geplant.“

Der neu zum Meuspather Team gestoßene 997er Porsche von Klaus Abbelen und Sabine Schmitz hielt sich dagegen zunächst hervorragend im Gesamtklassement und der Gruppe der SP7-Fahrzeuge, bis ein Problem mit der Aerodynamik im Frontbereich zwei zusätzliche Boxenstops erzwang. Als schließlich noch die Radaufhängung hinten zum Problemfall wurde, mußte der „Frikadellen-Porsche“ vorzeitig das Rennen beenden. Dennoch hält Abbelen positiv fest: „Die Arbeiten, die wir über den Winter vorgenommen haben, gehen in die richtige Richtung. Bis zum 2ten Lauf werden wir auch eine Lösung für die aktuellen Probleme gefunden haben. Das neue Setup hat jedenfalls prima funktioniert!“


Hielt die Fahnen für das MR-Team hoch:
Der Wochenspiegel-Porsche

Die Fahne von Manthey-Racing hoch hielt dagegen der vierte Neunelfer in der SP7, erfolgreich pilotiert von Georg Weiss, Michael Jacobs und Peter-Paul Pietsch. Der „Wochenspiegel“-Porsche überquerte als 6. in der Gesamt- und 2. in der Klassenwertung nach knapp vier Stunden die Ziellinie. Von Anfang an in den Top Ten zu finden, baute das Trio langsam aber stetig seine Position aus und behielt auch beim zum Schluß des Rennens einsetzen Regen einen kühlen Kopf. „Unser Hauptaugenmerk gilt dem 24h-Stunden-Rennen. Da wären wir nicht gut beraten, jetzt schon alles auf eine Karte zu setzen“, hält Jacobs nach dem Rennen fest. Und Georg Weiss ergänzt: „Uns ging es nicht vorrangig darum, auf einem Podestplatz zu landen. Natürlich freuen wir uns, wenn uns dies jetzt gelungen ist, doch unser Ziel war es vornehmlich Erfahrungen mit dem neuen Auto zu sammeln.“

In der neu aus der Taufe gehobenen Kategorie für Cup-Fahrzeuge der Baureihe 997, Cup 4B genannt, bewährte sich die eingespielte und nordschleifenerfahrene Paarung Frank Kräling, Marc Gindorf und Georg Scharmach. Auf ihrem ebenfalls brandneuen 997 GT3 Cup beendeten sie den ersten Saisonlauf auf einem exzellenten 7. Gesamtrang, gleichbedeutend mit Platz zwei in der Klasse.
Der zweite Cup-Porsche, pilotiert von den in England beheimateten Gary Williams, Julian Perry and Daniel Cooke, komplettierte auf Gesamtrang 16 die Mantheysche Ergebnisliste, während Wolfgang Kohler zusammen mit Ringexperte Christian Menzel und Reinhold Schelle leer ausgingen, nachdem Letztgenannter „mit etwas zuviel Zuversicht“ ein Überholmanöver abschloß und im Kiesbett landete, was auch für diesen MR-Porsche kurz vor Ende des Rennens das Aus bedeutete. „Schade, aber Spaß hat es mir dennoch gemacht!“ unterstreicht Menzel nach dem Rennen, „Ich hatte mir selbst als Ziel eine 8:40 gesetzt, die ich mit 8:43.687 nur knapp verpaßt habe. Und mit meinen beiden Schülern bin ich sehr zufrieden! Die haben sich sehr beachtlich als Ringneulinge geschlagen!“

Einen nicht allzu betrübten Eindruck machte auch Teamprinzipal Olaf Manthey: „Ich bin natürlich mit der Ergebnisausbeute nicht zufrieden! Die fehlenden Test- und Einstellfahrten haben sich hier bemerkbar gemacht. Andererseits blicke ich optimistisch auf die nächsten Rennen, denn vom Speed her waren wir locker bei der Musik!“

Der nächste Lauf zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring findet in zwei Wochen statt. Das 32. DMV 4h-Rennen startet am 14. April und führt wieder über die Distanz von vier Stunden. Start ist wie gewohnt um zwölf Uhr.


Die diesjährige VLN-Flotte von Manthey-Racing vor dem Start zu den Testfahrten