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Kein Glück für Manthey-Racing auf der Nordschleife

Meuspath. Beim achten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft auf der Nürburgring-Nordschleife gab es für Manthey-Racing wenig zu feiern. Zwei Wochen nach dem vierten Gesamtsieg und dem vorzeitigen Gewinn der VLN-Speed-Trophäe hatten beide Porsche 911 GT3 R nichts mit dem Rennausgang zu tun. Die Startnummer 911 musste bereits nach einer Rennstunde die Segel streichen, bei dem Fahrzeug mit der Nummer 12 machte der Wechsel von Front-Splitter und vorderem Unterboden ein besseres Ergebnis zunichte. Der Grund für die Reparatur war ein leichter Einschlag im Streckenabschnitt Hohe Acht. Dabei sah es beim Elfer von Otto Klohs, Robert Renauer und Lars Kern nach einem Top-Ergebnis in der Pro-Am-Wertung aus.

Lars Kern hatte die Startnummer 12 in der Qualifikation in 8:05.057 Minuten in die dritte Startreihe gestellt. Robert Renauer hielt sich nach dem Erlöschen der roten Ampeln aus allen Tumulten heraus und übergab den GT3 R nach acht Rennrunden auf Platz vier liegend an Otto Klohs. Nach dem Fahrerwechsel begann es in einigen Streckenabschnitten zu regnen, woraufhin der 57-Jährige mit seinem rund 500 PS starken Porsche auf nasser Strecke über einen Curb rutschte und leicht die Streckenbegrenzung touchierte. Nach einem 15-minütigen Besuch an der Manthey-Box kämpften sich Klohs und Schlussfahrer Lars Kern aus den Niederungen der Ergebnislisten noch auf den 23. Gesamtrang nach vorne.

Einen ähnlichen Verlauf, jedoch mit schlechterem Ausgang, hatte das Rennen für die Startnummer 911. Kévin Estre hatte in der Qualifikation die Reifen geschont und Grello in die vierte Reihe gefahren. Dank eines perfekten Starts lag der Franzose bereits in der Mercedes Arena auf Platz vier und lieferte sich im Laufe seines Stints sehenswerte Duelle mit dem Phoenix-R8. Nach sieben Runden übergab der Porsche-Werksfahrer den GT3 R auf Platz drei liegend an Porsche Young Professional Matteo Cairoli.

Die Fahrt des Italieners endete jedoch schon kurz nach der Grand-Prix-Strecke. Im Millimeter-Abstand jagte der 21-Jährige den Phoenix-Audi in Richtung Hatzenbach hinunter, als er beim Überrunden einen BMW 318is berührte und sich drehte. Beim anschließenden Einschlag wurde das Fahrzeug so stark beschädigt, dass das Rennen vorzeitig beendet werden musste. Das Final-Rennen der VLN 2017 findet mit dem 42. DMV Münsterlandpokal am 21. Oktober statt
 

Über den 8. VLN-Lauf:

Otto Klohs (#12 Porsche 911 GT3 R):
„Die Bedingungen wurden in meinem Stint immer schwieriger. Bei der Anfahrt zur Hohen Acht habe ich dann links die Randsteine touchiert, bin aufs Gras gekommen und habe links die Leitplanke berührt. Ich konnte zwar direkt weiter fahren, aber durch den hohen Kerb war der Unterboden so stark beschädigt, dass wir ihn an der Box wechseln mussten. Mit dieser Standzeit war das Rennen natürlich gelaufen, und wir konnten unser Ziel, die Pro-Am-Wertung zu gewinnen, abhaken.“

Robert Renauer (#12 Porsche 911 GT3 R):
„Ich konnte in der Startphase nicht ganz mit den ersten Vier mithalten. Am Ende einer Gelb-Phase gelang es mir, den Ferrari zu überholen und danach mein Fahrzeug auf Platz vier zu übergeben.“

Kévin Estre (#911 Porsche 911 GT3 R):
„Ich hatte einen tollen Start und konnte mich außen direkt von acht auf vier verbessern. Das Duell mit Frank Stippler hat Spaß gemacht. Auf die Runde gesehen, hatten wir einen guten Speed, aber auf der Döttinger Höhe waren andere in puncto Höchstgeschwindigkeit schneller als wir.“

Bernhard Demmer (Teammanager #911 Porsche 911 GT3 R):
„Schade, dass wir das Rennen aufgrund von Matteos Unfall vorzeitig beenden mussten. Wir sind in VLN8 die neue Fronthaube gefahren, mit der der Porsche 911 GT3 R ab nächstem Jahr unterwegs sein wird. Deshalb sind wir in der Klasse SPX für Entwicklungsfahrzeuge und nicht wie üblich in der SP9 an den Start gegangen. Mit den veränderten Lufteinlässen wird die Kühlung des Motors verbessert.“

Impressionen